Startup-Szene, Demokratie und Pressefreiheit: Passt das zusammen?

Mit seiner Forderung, die Presse zu disziplinieren, hat der Beirat “Junge Digitale Wirtschaft” des Bundesministeriums für Wirtschaft einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Handelt es sich bei dem Vorgang nur um ein “Versehen”, oder verbirgt sich dahinter ein Muster? 

Dieser Frage geht Niklas Wirminghaus in Das Muster hinter der Forderung nach „Disziplinierung der Presse“ nach. Führende Vertreter der Techszene, wie Peter Thiel und hierzulande Frank Thelen, haben in der Vergangenheit mit Sympathiebekunden für autokratische Regierungsformen für Irritation gesorgt. Insofern bewegen sich die Autoren des mittlerweile zurückgezogenen Positionspapiers auf einer Argumentationslinie, die in der Techszene relativ weit verbreitet ist. Mit den Jahren hat sich hier eine selbsternannte (Pseudo-)Elite mit einem eigenen Weltbild und Habitus herausgebildet[1]Startups als soziologisches Feld – Bourdieu reloaded, für die technologischer Fortschritt gleichbedeutend mit gesellschaftlichem Fortschritt ist. Wer daran Kritik übt, stellt sich dieser Logik zufolge dem Fortschritt in den Weg und muss demen…

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