Smart Objects und Smart Finance Ansätze (SOFiA)

Von Ralf Keuper

Von allen Branchen, das mag zunächst verwundern, ist die Landmaschinenindustrie in Sachen Digitalisierung am weitesten. In Deutschland ist Claas mit seiner Tochtergesellschaft Claas E-Systems Vorreiter der Digitalisierung in der Landwirtschaft. Endes des Jahres bezieht das Unternehmen seine neuen Räumlichkeiten an der A33 zwischen Bielefeld und Osnabrück. Wer sich mehr für das Thema interessiert, sei auf den Vortrag Daten als Fundament und Treiber für die digitale Transformation bei CLAAS verwiesen. Ein Satz daraus lautet:

German Farms are more digital than German Factories

und, so möchte man hinzufügen: more than German Banks 😉

Im November 2015 startete unter der wissenschaftlichen Leitung des Fraunhofer Instituts für Materialfluss und Logistik in Dortmund das vom Bund geförderte Projekt SOFiA (Smart Objects und Smart Finance – Ansätze). Projektpartner aus der Industrie sind neben Claas noch Diebold Nixdorf und Ekol.

Zur Zielsetzung des Projekts:

Das Ziel des Projekts »SOFiA« ist es, logistische Objekte mit allen logistischen und finanziellen Informationen auszustatten, um eine vollständig autonome, dezentrale Entscheidung und Abwicklung zu ermöglichen. Neben einem Anwendungsfall im Supply Chain Management wird auch die Flottensteuerung von Maschinen zur Ernte, zum Transport und Einlagerung von landwirtschaftlichen Rohstoffen betrachtet.

Use Case:

Zukünftig soll der Container selbst zum Disponenten werden. Als solcher erkennt er Verzögerungen, analysiert Handlungsalternativen und wählt die beste Transportroute aus. Anschließend beauftragt der Container einen Carrier (Logistikdienstleister) und wickelt die Bezahlung über mobile Business-to-Business-Payment-Technologien in Echtzeit ab.

Im dem Video wird am Beispiel des Ernteeinsatzes eines Lohnunternehmens verdeutlicht, wie Logistik, Landwirtschaft und B2B-Payments zusammenspielen. Am Ende des Tages rechnet der Lohnunternehmer seine Leistung mit dem Landwirt ab; die Bezahlung erfolgt automatisch.

Das sind nur einige Szenarien, die demnächst durch die Verbreitung des Internet of Things auf die Bankbranche zukommen. Die Frage stellt sich, an welcher Stelle es noch einer Bank bedarf. Die Kerntechnologie für die Leistungserfassung und Zahlungsabwicklung ist übrigens die Blockchain …

Weitere Informationen:

Bank-IT: Die Ankunft der technischen Objekte

Banking trifft Internet of Things (IoT), oder: Wenn der Kühlschrank zur Bank wird

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The Economics of Digital Identity

Von Ralf Keuper

In dem Report The Economics of Digital Identity, der von Oracle gesponsort wurde, wird die erfolgskritische Bedeutung digitaler Identitäten für Unternehmen hervorgehoben. In der Einleitung steht:

There will be winners and losers in this future of all-enveloping digital connectivity. In the rush to open up new digital channels, businesses cannot afford to lose sight of the need to identify and engage with individuals using a huge range of mobile devices. Understanding and managing digital identities is becoming critical because a single view of an individual customer is the key to knowing that person better and building a deeper relationship with him or her.  … The message is clear: companies must have a well-considered approach to the use and protection of these data in an age in which earning customers’ trust—and not letting them down—is essential to future prosperity.

In der Digitalmoderne habe sich die Macht zu den Eigentümern der personenbezogenen Daten verschoben:

Today, far richer digital-identity information looks set to drive new opportunities and news ways of working. Power is shifting dramatically in the direction of the “owners” of that information and opening the door to further disruptive democratisation of markets, as younger, more agile upstarts, such as on-demand transport company Uber and peer-to-peer loans provider Lending Club snatch business from older, more established companies.

Es geht dabei längst nicht mehr nur um die Daten, die der Person direkt zugeordnet werden können, wie physische Merkmale, Wohnort, Familienstand usw. , sondern auch um die Identitäten der Objekte, mit denen die Person interagiert und/oder deren Eigentümer/Besitzer sie ist, oder wie es Stephen Bonner von KPMG ausdrückt:

Most of the focus today is on individuals and their personal data, but increasingly digital identity will need to be closely tied to their use and ownership of smart products

Alles in allem eine informative Studie, die auch zwei Jahre nach ihrer Veröffentlichung zum besseren Verständnis der Schlüsselrolle, welche Digitale Identitäten – auch im Banking –  künftig spielen werden, beiträgt.

Crosspost von Identity Economy

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Post digitales Banking, oder: Die Bankenindustrie löst sich auf

Von Ralf Keuper

Der Medienwandel der letzten Jahre stellt die Banken vor neue Herausforderungen. In der Vergangenheit bedienten sich die Banken der Medienkanäle, um ihre Botschaft an ihre Kunden zu versenden, ohne dass diese die Möglichkeit gehabt hätten, darauf unmittelbar, in Echtzeit zu antworten und mit dem Sender in einen Dialog zu treten. Der Medienphilosoph Vilem Flusser sprach in dem Zusammenhang von einem veralteten Schaltplan, den er Verbündelung nannte und der wiederum vor allem in den Massenmedien benutzt wird:

Die Massenmedien senden Bündel von Informationen an Empfänger, die darauf nicht direkt antworten können und damit in gewisser Weise als unmündig betrachtet werden. Die Vernetzung dagegen erschafft kleine Inseln der Kommunikation. Hier verläuft die Kommunikation anders – direkt vom Sender zum Empfänger und zurück. Im besten Fall ein Dialog also (in: Medienkulturen)

Mit der Verbreitung sozialer Netzwerke, wie facebook, twitter, Whatsapp oder WeChat, haben die Kunden die Möglichkeit, direkt mit einer Bank zu kommunizieren oder sie in Konversationen zu erwähnen. Der Modus eines geschlossenen Systems, wie ihn nicht nur die Banken und Massenmedien verwendet haben und z.T. noch immer gebrauchen, funktioniert nicht mehr. An die Stelle geschlossener Systeme sind große digitale Plattformen getreten. Über deren Kanäle können die Nutzer untereinander kommunizieren und sogar, mittels Smartphone, ihre Bankgeschäfte abwickeln. Die Betreiber der Plattformen können die Daten, die ihnen quasi wie von selbst zufallen, für die Verbesserung ihrer Services und die Entwicklung neuer Produkte verwenden. Was früher noch im persönlichen Gespräch in der Filiale oder über private, informelle Kontakte an Informationen der Bank „frei Haus“ geliefert wurde, findet sich heute in weitaus größerem Umfang auf den Plattformen. Unternehmen wie Amazon oder Apple haben den strategischen Vorteil, dass sie die Eigentümer der Plattformen sind und nicht von den Einnahmen aus dem Zahlungsverkehr oder anderer Bankdienstleistungen leben müssen. Sie verfolgen ein, wenn man so will, höheres Ziel. Sie haben längst erkannt, dass die Datenökonomie denjenigen bevorzugt, der in der Lage ist, die neue Lebenswirklichkeit der Nutzer ohne Medienbrüche zu unterstützen. Zu dieser Ebene haben die Banken kaum noch Zutritt.

Medien sind allgegenwärtig geworden:

In unserer gegenwärtigen Welt und während der vergangenen Jahrzehnte haben sich die Medien von einem Funktionstypus, der durch Aufzeichnen, Speichern und Übertragen bestimmt wird, zu einer Plattform für eine unmittelbare, handlungserleichternde Verschaltung mit Rückkoppelung aus der Umwelt verlagert. Diese Verlagerung ist zu einem sehr großen Teil der starken Vermehrung und Ausbreitung der Medien zu einem allgegenwärtigen und vollkommen unabdingbaren Bestandteil des täglichen Lebens geschuldet: Mit den heutigen digitalen Geräten und „intelligenten“ Chips haben die Medien einen „Zustand erkennbarer Allgegenwärtigkeit“ erreicht, der in der Geschichte ohne Beispiel ist, und sie haben, wie ich behaupten würde, mit dieser Errungenschaft eine qualitative Umwälzung der Erfahrung eingeleitet, eine derart umfangreiche Erweiterung des Empfindungsvermögens, dass sich dessen eigene „Kraft“ und „Mächtigkeit“ grundlegend modifizierte (in: Medien des 21. Jahrhunderts, technisches Empfinden und unsere originäre Umweltbedingung, in: Die technologische Bedingung. Beiträge zur Beschreibung der technischen Welt, hrsg. von Erich Hörl)

Daraus folgt, dass es mit der vielzitierten Digitalisierung bei weitem nicht getan ist, um den Anschluss an die neue Lebenswirklichkeit der Menschen zu finden. Trotzdem arbeiten viele Unternehmen, Banken und Berater weiter mit ihren veralteten Schaltplänen in der stillen Hoffnung, mehr Rechenpower und optimierte interne Prozesse würden ausreichen, um den alten Zustand wieder herzustellen.

In Medienwandel: Das Medium ist auch die kommerzielle Botschaft gibt der Autor der Medienbranche den Rat:

Zunächst mal müssen sie verstehen, dass „das Internet“ kein Medium ist, sondern eine Trägerinfrastruktur für verschiedenste Medien. Das Web funktioniert anders als iTunes und Twitter und Email. Jedes Teilmedium hat seine Charakteristiken, die entscheidend für kommerzielle Ausnutzung sein können.

Mittlerweile ist es so, dass jedes neue Gerät ein neues Medium ist:

… denn jeder neue Gerätetyp ist faktisch ein neues Medium und wäre damit auch eine Chance, zahlende Kunden für Inhalte zu gewinnen. Wer als erster die Interaktionsformen mit einem neuen Medium definiert, hat das Sagen. Siehe Apple, siehe Google, siehe Amazon.

Die Medienindustrie bekommt die Auswirkungen immer deutlicher zu spüren, was dazu führt, dass sie sich langsam aber sich auflöst, wie Lutz Hachmeister und Till Wäscher in Die deutsche Medienindustrie löst sich auf diagnostizieren.

Im Banking werden diese Auflösungserscheinungen häufig unter dem Begriff „Disintermediation“ zusammengefasst. Treiber dieser Entwicklung sind Fintech-Startps und die Internetkonzerne. Die großen Plattformen können die Teile wieder zusammensetzen und skalieren; Fintech-Startups haben diese Möglichkeit nicht, jedenfalls nicht in dem Umfang. Banken haben zwar die kritische Masse, ihnen fehlt jedoch das Ökosystem. Ihnen fehlt überdies ein neues Medium, mit dem sie andere Interaktionsformen definieren könnten.

Insofern werden sich die Auflösungserscheinungen in der Bankenindustrie fortsetzen, bis aus den Teilen etwas Neues entsteht.

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Alibaba-Gründer Jack Ma erklärt in wenigen Worten Alipay

Von Ralf Keuper

Der Gründer von Alibaba, Jack Ma, erläutert in wenigen Worten das Grundprinzip von Alipay. Alipay, so Ma, sei ein einzigartiges Geschäftsmodell, ein Service, der das Vertrauen zwischen Geschäftspartnern, die sich nicht kennen, herstellt. Als er seine Idee vorstellte, bekam er zu hören, dass sei das Dümmste, was ihm je eingefallen sei 😉 Darauf entgegnete Ma, es interessiere ihn nicht die Bohne, ob das Geschäftsmodell besonders wissenschaftlich oder sexy sei, sondern einzig, ob es funktioniere, d.h. dazu beitrage, Vertrauen zwischen den Transaktionspartnern herzustellen. Angesichts der Nutzerzahlen kann man durchaus davon sprechen, dass das Modell funktioniert …

Weitere Informationen:

Ruedi Maeder hat das Video zu dem informativen Beitrag Elevator Pitch für Alipay inspiriert.

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In Estland entsteht die erste Blockchain-Bank

Von Ralf Keuper

Estland wir einmal mehr seinem Ruf als Vorreiter der Digitalisierung gerecht. Und zwar beabsichtigt die Polybius Foundation, die in dieser Form erste Blockchain-Bank zu errichten. Auf der Homepage heisst es dazu näher:

Polybius Bank wird Eigenschaften des modernen Banking, IoT, Big Data und Blockchain-basierte Technologien verbinden, während sie auch der Sicherheit und UX-Voraussetzungen entsprechen wird.

Das Modell hat, wie in Estonia’s Polybius Foundation Is Building The World’s First Digital Bank For Blockchain, Crypto Startups zu lesen ist, einige Ähnlichkeit mit der britischen BABB App Ltd., welche die Smart Contracts – Technologie von Ethereum nutzt.

Die Identifizierung basiert auf den neuesten technologischen Verfahren und dem veränderten Nutzerverhalten, wie Ivan Turygin, Mit-Gründer der Polybius Foundation hervorhebt:

“A phone contains all the tools for 100% guaranteed user identification: fingerprint, voice recognition, and facial recognition using the camera,”

Die Ziele sind ambitioniert. Nicht weniger als eine Art „financial Google“ strebe man an. Die Nutzer profitieren auch dadurch, dass sie die maximale Hoheit über ihre Daten erhalten, so Turygin:

“[It] will not only simplify and reduce the costs of finance management for the people, but will also become a vital part of all aspects of their daily life, while at the same time providing them maximum control over their data,”

Hierfür implementiert Polybius die Digital Pass Technologie von HashCoins. Dabei handelt es sich um einen Remote-Service für die Online-Identifizierung und Speicherung der personenbezogenen Daten auf Basis der Blockchain-Technologie. HashCoins selber beschreibt Digital Pass als „a revolutionary identification system for public & private entities“.

Digital Pass ist eine dezentrale Lösung/Data Vault, auf dem Nutzer ihre personenbezogenen Daten hinterlegen, verwalten und sich damit im Internet gegenüber Unternehmen und Behörden ausweisen können. Im besten Fall läuft das auf eine universelle, europaweit einsetzbare Identifizierungs-Lösung hinaus:

It seeks to become “the universal all-European counter digital ID” and a more efficient and versatile alternative to existing electronic identity cards.

Die Digital Pass – Technologie ermögliche weiterhin den Aufbau eines Automatisierungs- und Digitalisierungs-Ökosystems, das Nutzern und Unternehmen gleichermaßen offen steht:

Die Digitalpass Technologie, die von HashCoins entwickelt wurde und in Polybius Bank umgesetzt ist, wird als Automatisierung und Digitalisierungsökosystem dienen, wodurch wir nicht nur einzelne Unternehmen integrieren können, sondern auch komplette Industrien, die den Zugriff auf Finanzielle und Industrielle Dienstleistungen zur gleichen Zeit mit wenigen Klicks bekommen können (Homepage)

Das klingt schon sehr ambitioniert.

Vor kurzem erläuterten Edgar Pers und Alakanani Itereleng am Rande einer Blockchain- und Bitcoin – Konferenz in Moskau die Philosophie der Polybius Bank. Ziel der Bank sei es, die Kunden zu ermächtigen (empower). Das gelte insbesondere für Afrika. Mit steigendem Bildungsgrad nehme auch, so der Tenor, die Akzeptanz von Bitcoin und der Blockchain-Technologie, jedenfalls einiger Varianten davon, zu. Sobald die Infrastruktur, womit vor allem erschwingliche Smartphones gemeint sind, vorhanden ist, sei die Entwicklung kaum noch aufzuhalten.

 

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Zu Besuch bei Cashlink

Von Ralf Keuper

Vor einigen Monaten war ich zu Besuch bei dem Fintech-Startup Cashlink, das im Hub der Deutschen Börse in der Frankfurter Innenstadt angesiedelt ist. Hier nun der etwas verspätete 😉 Besuchsbericht.

Cashlink will das P2P-Bezahlen ohne eigene App einführen. Das geschieht durch die Versendung von Links, worin die Kontoverbindung und die weiteren Informationen hinterlegt sind. Vorteil der Lösung ist, dass die Nutzer sich nicht an eine weitere App gewöhnen müssen. Die Umstellung dürfte damit leichter sein. Das Angebot richtet sich an alle, die kleinere Beträge aufteilen wollen, z.B. beim gemeinsamen Kauf von Geburtstagsgeschenken, Klassenfahrten, gemeinsames Essen usw. . Geplant ist der Aufbau eines Ökosystems, bestehend aus Handel, Vereinen und weiteren Partnern. Mein Gesprächspartner war Michael Duttlinger, einer der Gründer. Die Gründer kommen übrigens alle vom KIT in Karlsruhe.

Gefallen hat mir die „Unternehmensphilosophie“, wonach Cashlink nicht beabsichtigt, das Zahlungswesen zu revolutionieren. Stattdessen konzentriert man sich auf das Nächstmögliche (Stuart Kauffmann) unter Berücksichtigung der aktuellen Nutzungsgewohnheiten. Zentral ist dabei der Link/Hypertext als die, wenn man so will, Lingua Franca des Internet.

Über Cashlink wurde in der letzten Zeit bereits berichtet:

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HSH-Bankenrettung: Das große Scheitern | Panorama | NDR

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Rabobank und Signicat lancieren Digital Identity Service

Von Ralf Keuper

Die letzte Woche hat einmal mehr gezeigt, dass einige Banken die hohe strategische Bedeutung des Managements der Digitalen Identitäten erkannt haben. Besonders früh, jedenfalls verglichen mit Deutschland, haben die niederländischen Finanzinstitute auf die Entwicklung reagiert. Im Herbst 2015 gaben mehrere Banken bekannt, mit einem Pilotsystem für die Digitale Identifizierung an den Start zu gehen. Informativ ist der Beitrag Dutch interbank digital identity service announced. Vorbild ist die BankID in Norwegen.

Entstanden ist daraus iDIN. In Online identification with iDIN erfahren wir weiter:

iDIN is currently offered by the following banks; ABN AMRO, ASN, ING, Rabobank, RegioBank, SNS and Triodus. If you have an account with one of these banks and you use internet banking, you can already use iDIN. It works in a similar way as internet banking, if, e.g., you want to open an account in a web shop.

Generalunternehmer, sowohl der staatlichen Lösung DigiD wie auch der privatwirtschaftlichen iDIN, ist Signicat, nach eigener Aussage the first and largest identity assurance provider in the world.

Über das Zusammenspiel von DigiD und iDIN ist in Signicat expands eID coverage to the Netherlands with iDIN and DigiD zu erfahren:

DigiD is the government-issued digital identity which can be accepted by any Dutch organisation with the authority to use a customer’s social security number, or BSN. While iDIN has been created to provide a digital ID for financial services, DigiD is used for many public services, such as healthcare, legal aid, and utilities. As well as proving your identity when corresponding with the government DigiD can also authorise a third-parties to act on your behalf. As with iDIN, DigiD is available to all existing Signicat customers now.

Ziel ist u.a, die Verbreitung der eID, hierzulande Bestandteil des neuen Personalausweises (nPA), zu erhöhen.

Ende vergangener Woche gaben die Rabobank und Signicat die Lancierung eines Digital Identity Services bekannt. In der Pressemitteilung heisst es dazu:

This joint Digital Identity Service Provider (DISP) offers a range of online login, identity, signature and archiving solutions under the banner of Rabo eBusiness. It provides optimal convenience for a range of businesses, including insurance, energy and leasing companies as well as other financial services providers. It simplifies and improves the digital transformation they are under pressure to achieve.

 

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Max Warburg über die Rolle von Zufälligkeiten und Selbstentwicklungen im Geschäftsleben

Großen Wert würde ich darauf legen, dass nachgewiesen wird, wieviel der Zufall bei der Entwicklung eines solchen Geschäfts mitspielt und wieweit überhaupt die wirtschaftliche Entwicklung viel mehr Zufälligkeiten, Selbstentwicklungen zuzuschreiben ist als der zielbewussten Arbeit eines Einzelnen. Durch die Arbeit sollte ein gewisses Gefühl der Ehrfurcht vor diesen Selbstentwicklungen gehen, denn die meisten Menschen leiden an Selbstüberschätzung, und namentlich die Bankdirektoren, wenn sie ihre Jahresberichte meisten 3 bis 6 Monate nach Schluss der vorherigen Jahres schreiben, legen nachträglich in ihre Aktionen eine Voraussehung, die in Wirklichkeit nie vorhanden gewesen ist.

Quelle: Das Bankhaus M.M. Warburg & Co. 1798 – 1938 (E. Rosenbaum und A.J. Sherman)

 

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F. Wilhelm Christians auf die Frage, ob er noch mal Vorstandssprecher der Deutschen Bank werden würde

In der Bank von früher? Sicher. Aber die gibt es ja leider nicht mehr. Und in der Bank von heute, mit all den Einzelkämpfern um mich herum? Nein, da brauche ich nicht lange nachzudenken. Nein, ich würde die Hände davon lassen.

Quelle: Borschtsch, Banken, Beuys. F. Wilhelm Christians – Der erste deutsche Investmentbanker

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