Pfadabhängigkeiten im Banking – Wege aus der Sackgasse

Von Ralf Keuper

Das Thema Pfadabhängigkeit beschäftigt Volks- und Betriebswirte gleichermaßen. Letztendlich läuft es auf die Frage hinaus, inwieweit Investitionen in Maschinen, Gebäude, Infrastruktur, Technologien, Humankapital, Bildungssysteme ebenso wie Subventionen dazu beitragen, die Abhängigkeit eines Landes, der Unternehmen von bestimmten Branchen zu erhöhen. Je länger die Phase der, wie es auch heisst – transaktionsspezifischen Investitionen – anhält, um so schwieriger fällt dann der “Strukturwandel”, wie wir es hierzulande seit Jahrzehnten am Beispiel des Ruhrgebiets mit verfolgen können.

Bereits vor Jahren zog Ulrich Cartellieri, seinerzeit Vorstandsmitglied der Deutschen Bank, den Vergleich zwischen der Stahlindustrie und der Bankenbranche.
An kaum einer anderen Stelle wird die Pfadabhängigkeit im Banking so deutlich wie in der IT-Landschaft – Stichwort: Altsysteme. Weitere Anhaltspunkte liefert die Geschäftsarchitektur.

Daneben sind es aber auch kulturelle Faktoren, die das Organisationsgedächtnis geprägt haben und dafür sorgen, dass der Wandel in den Einstellungen (Mind Sets) der Mitarbeiter wie auch der Verfahren und Regeln, ganz gleich ob formeller oder informeller Art, nur sehr langsam erfolgt. Eine wichtige Ursache für Pfadabhängigkeiten im Banking ist das Dauerthema Regulierung.

Für Pankaj Ghemawat sind die Pfadabhängigkeiten (Commitment) in der Strategieentwicklung der Ha…

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