Von Ralf Keuper

Was in Deutsch­land Wire­card, das ist in den USA Thera­nos. Der Grün­de­rin des Bio­tech-Unter­neh­mens, Eliza­beth Hol­mes, wird vor­ge­wor­fen, Inves­to­ren und Pati­en­ten getäuscht zu haben. Das Geschäfts­mo­dell von Thera­nos basie­re auf einem rie­si­gen Schwin­del[1]Der tie­fe Fall der Eliza­beth Hol­mes. Der aktu­el­le Gerichts­pro­zess ver­deut­licht eini­ge gra­vie­ren­de Defi­zi­te im Risikokapitalmarkt.

Thera­nos trat mit dem Anspruch auf, Blut­tests ent­wi­ckelt zu haben, für die nur sehr gerin­ge Blut­men­gen erfor­der­lich sei­en und die mit­hil­fe klei­ner auto­ma­ti­sier­ter Gerä­te, die das Unter­neh­men ent­wi­ckelt hat­te, sehr schnell durch­ge­führt wer­den könn­ten. Die­se Behaup­tun­gen erwie­sen sich spä­ter als falsch.

Im Jahr 2003 von der 19-jäh­ri­gen Eliza­beth Hol­mes gegrün­det, sam­mel­te Thera­nos ca. 945 Mil­lio­nen US-Dol­lar von Risi­ko­ka­pi­tal­ge­bern und Pri­vat­in­ves­to­ren ein, was zu einer Bewer­tung von 10 Mil­li­ar­den US-Dol­lar auf dem Höhe­punkt in den Jah­ren 2013 und 2014 führte.

Zum Wen­de­punkt kam es im Jahr 2015, als die Medi­zin­for­schungs­pro­fes­so­ren John Ioann­i­dis und Eleft­he­ri­os Dia­man­dis zusam­men mit dem Ent­hül­lungs­jour­na­lis­ten John Car­rey­rou vom Wall Street Jour­nal die Gül­tig­keit der Thera­nos-Tech­no­lo­gie infra­ge stell­ten. Im Anschluss wur­den von ver­schie­de­nen Stel­len, dar­un­ter die SEC, recht­li­che Schrit­te gegen Thera­nos ein­ge­lei­tet. Nach meh­re­ren Jah­ren juris­ti­scher Ause…

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