Von Ralf Keuper

Frie­de­mann Brenn­eis berich­tet in sei­nem schö­nen Bei­trag Bit­coin, Micro­soft und die Digi­tal Money Nati­ves von sei­nen Beob­ach­tun­gen, die er kürz­lich bei sei­ner Arbeit als Medi­en­päd­ago­ge, dane­ben ist er noch als Jour­na­list tätig, in “frei­er Wild­bahn” machen konn­te. Und zwar stieß er zu sei­ner eige­nen Über­ra­schung in einer Schu­le auf die ers­ten “Digi­tal Money Natives”.

Die­se neue Genera­ti­on beschreibt Brenn­eis wie folgt:

Die­se neue Genera­ti­on wächst nicht mehr nur mit digi­ta­len Gerä­ten, Apps, Social Media und mobi­lem Inter­net auf, son­dern mit­ten in der Ent­ste­hungs­pha­se der mög­li­cher­wei­se größ­ten tech­ni­schen Inno­va­ti­on seit der Erfin­dung des Inter­nets: digi­ta­lem Geld. …

Bezah­len mit dem Smart­pho­ne, Bit­coin, Apple Pay, Alt­coins, Doge­coin – was selbst vie­len Digi­tal Nati­ves heu­te fremd und gewöh­nungs­be­dürf­tig erscheint, ist für die Jugend von heu­te, die Digi­tal Money Nati­ves, schon jetzt ein ganz nor­ma­ler Teil ihrer all­täg­li­chen Lebenswelt.

Lang­sam aber sicher setzt sich die Erkennt­nis, auch bei mir, durch, dass sich im Inter­net eige­ne (Sub-) Kul­tu­ren bil­den bzw. schon gebil­det haben. Man könn­te sie auch als Sym­bol­mi­lieus inter­pre­tie­ren. Digi­ta­le Wäh­run­gen könn­ten in die­ser ent­ste­hen­den Sym­bol­welt eine zen­tra­le Rol­le spie­len, ähn­lich wie heu­te das Papier- und Buchgeld.

Es wäre kei­ne schlech­te Idee, wenn die Ban­ken­ver­tre­ter dem Bei­spiel von Frie­de­mann Brenn­eis fol­gen und ihrer­seits “Feld­for­schung” betrei­ben wür­den. Eben­so wäre die Beschäf­ti­gung mit der Neth­no­gra­phie (Online-Feld­for­schung) kei­ne Zeit­ver­schwen­dung. Ban­ker als teil­neh­men­de Beob­ach­ter, als digi­ta­le Anthro­po­lo­gen?

Zukunfts­mu­sik – wenn überhaupt.

Sicher, ob wir es tat­säch­lich mit einer neu­en Genera­ti­on zu tun haben, die sich als Digi­tal Money Nati­ves zutref­fend beschrei­ben lässt, ist aus wis­sen­schaft­li­cher Sicht alles ande­re als gewiss. Glei­ches gilt für den Begriff “Digi­tal Money Nati­ves” als solchen.

Den­noch – irgend­wo muss man anfan­gen und dem Phä­no­men einen Namen geben – auf die Wis­sen­schaft, und wohl auch die Mehr­zahl der Ban­ken – kann man hier nicht immer warten.

Wei­te­re Informationen:

How Mine­craft may make bit­coin the ‘offi­cial cur­ren­cy of vir­tu­al worlds’

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