Können die Banken den Kampf um die netzaffinen Kunden noch gewinnen?

Von Ralf Keuper

Mittlerweile wird immer offensichtlicher, dass, wie es der Chef der HVB, Theodor Weimer, vor einiger Zeit ausdrückte, künftig die wahre Schlacht nicht zwischen den Banken ausgetragen werde.

Stefan Pechdarscheck greift dieses Zitat zum Schluss seines Beitrags Finanzindustrie teilweise im Schlafmodus. Banken und Versicherungen müssen Digitalisierung nutzen auf. Darin geht er davon aus, dass die Banken den Kampf um die netzaffinen Kunden gegen Goolge & Co. noch gewinnen können, wenn sie die richtigen Schritte einleiten. Ziel der Banken und Versicherer muss die Steigerung der “Digital Maturity” sein.

Modelle, wie dieses, gehen implizit noch immer davon aus, dass die größte Herausforderung der Banken in der Digitalisierung ihres Geschäfts bestehe. Wenn es “nur” das wäre – die Chancen für die Banken, den Kampf um die netzaffinen Kunden zu gewinnen, stünden gar nicht mal so schlecht.

Allein, wir haben es eben nicht nur mit einer Digitalisierung, sondern vor allem auch mit einer Medialisierung des Bankgeschäfts zu tun. Die großen Internetkonzerne wie Google, Amazon, Alibaba, Baidu, Tencent, PayPal & Co. sind mittlerweile, oder nebenbei große Medienkonzerne. Mit ihren Plattformen erreichen sie wie Facebook mehr als 1 Milliarde Nutzer. Apple, Alibaba/Alipay, Tencent und PayPal haben bereits jetzt mehrere hundert Millionen Kunden – Tendenz steigend.

Und da können die Banken auf absehbare Zeit gleichziehen – aus eigener Kraft? Wie soll das gehen? Das ist, mit Verlaub, Wunschdenken.

Der Abstand zu den Internetkonzernen, was die Reichweite anbelangt, wird sich eher noch v…

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