Neue Schockwellen durchziehen das Banking #2

Von Ralf Keuper

Der Begriff “Schock” stammt, wie Wolfgang Schivelbusch in Geschichte der Eisenbahnreise feststellt, aus dem Militärwesen. Seit große Reiterheere mit ihrer Schlag- und Stoßkraft auf den Schlachtfeldern auftauchten, fiel die Kampfkraft einzelner kaum noch ins Gewicht. Mit der Artillerie, dem Panzer und Flugzeugen, wie zuerst im 1. Weltkrieg, verstärkte sich der Trend.

Militärstrategische Überlegungen haben, wenngleich unter anderer Bezeichnung,  über die Beschäftigung mit Fragen der  Unternehmensstrategie auch in den Banken an Bedeutung gewonnen. Seit Jahren suchen die Banken verzweifelt nach der richtigen (Digital-)Strategie, um den wachsenden Herausforderungen im Wettbewerb, wie in Gestalt von BigTech, Fintech-Startups und Digitalen Währungen, effektiv zu begegnen. Große Erfolge blieben bislang aus.

Auf der anderen Seite gehen Google, Amazon und Apple ausgesprochen strategisch vor. Allerdings wählen sie – im Gegensatz zu den Banken – einen branchenübergreifenden Ansatz – häufig auch als Ökosystem bezeichnet. Ganz im Sinne des chinesischen Militärstrategen Shun Tsu sind sie dabei, über die Datenmengen, Betriebssysteme und Smartphones/Hardware so viel Macht wie möglich an sich zu ziehen,  dass der vermeintliche Gegner gezwungen ist, die Waffen angesichts der Übermacht zu strecken((

Dieser Beitrag wurde unter Banking, Digitale Plattformen / Plattformökonomie abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.