Von Ralf Keuper 

Dass die Digi­ta­len Iden­ti­tä­ten das Gesicht des Ban­king von Grund auf ver­än­dern wer­den, ist eine auf die­sem Blog bereits mehr­fach geäu­ßer­te Über­zeu­gung, wie in:

Nun ist das The­ma Digi­ta­le Iden­ti­tät ein wei­tes Feld, an Ver­sio­nen, ver­schie­de­nen Inter­pre­ta­tio­nen und Initia­ti­ven fehlt es daher nicht. Einen guten Ein­stieg in die The­ma­tik gibt Digi­tal Iden­ti­ty: The Com­mer­cial Oppor­tu­ni­ty.

Von dem gro­ßen Poten­zi­al der Digi­ta­len Iden­ti­tä­ten für das Ban­king ist auch Chris Skin­ner in The end of a ‘bank account’ as the digi­tal me takes over überzeugt.

Skin­ner führt dar­in meh­re­re Gedan­ken­spie­le durch, dar­un­ter das folgende:

Think about it: you have this depo­sit account sys­tem for you to give your things of value to a trus­ted exter­nal third par­ty who mana­ges, stores and exch­an­ges your value tokens on your behalf. If we have moved to a fede­r­a­ted, shared, open digi­tal led­ger, why do we need a trus­ted third par­ty to look after our iden­ti­fiers and pro­ofs? Why do we need a cen­tral aut­ho­ri­ty to deal with our move­ment and needs?

Dar­aus folgt für die Banken:

Banks, as I have main­tai­ned for some time now, were built in the last cen­tu­ry for the phy­si­cal dis­tri­bu­ti­on of paper in a loca­li­zed net­work based on buil­dings and humans. To mana­ge that phy­si­cal struc­tu­re, our iden­ti­ties, pro­ofs and store of value had to be vali­da­ted by cen­tra­li­zed aut­ho­ri­ties who are trus­ted to pro­vi­de the­se iden­ti­fiers, such as banks and governments. But now we live in a world whe­re value and iden­ti­ty is being digi­ti­zed to sup­port the digi­tal dis­tri­bu­ti­on of data through a glo­ba­li­zed net­work focu­sed on soft­ware and ser­vers. To mana­ge this digi­tal struc­tu­re, our iden­ti­ties, pro­ofs and store of value has to be vali­da­ted by the indi­vi­du­al as a demo­cra­ti­zed, decen­tra­li­zed struc­tu­re can­not ope­ra­te if a cen­tra­li­zed third par­ty has to mana­ge them.

Eine ent­schei­den­de Rol­le, so Skin­ner, könn­te dabei die Block­chain spie­len. Das alles deu­tet auf einen wei­te­ren Funk­ti­ons­ver­lust der Ban­ken hin. Die Zeit rennt ihnen davon.

Die Gedan­ken von Skin­ner wei­sen m.E. in die rich­ti­ge Rich­tung. Ergänzt wer­den muss die­se Sicht­wei­se jedoch noch um den Aspekt der ver­än­der­ten Medi­en­nut­zung, um den Medi­en­wan­del. Nur so kön­nen wir den digi­ta­len und media­len Wan­del, für den die Digitale(n) Identitäten(n) ste­hen, ein­ord­nen und die Fol­gen bes­ser abschät­zen. Für beson­ders frucht­bar hal­te ich in dem Zusam­men­hang die nach wie vor gül­ti­gen Gedan­ken von Mar­shall McLu­han und das neue For­schungs­pro­gramm um die Medi­en der Kooperation.

Zu McLu­han:

In einem wei­te­ren Bei­trag mehr dazu.

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