Von Ralf Keuper

Wenn die Kun­den ihre Bank­ge­schäf­te immer häu­fi­ger mobil und zu jeder Tages­zeit erle­di­gen, dann muss auch die Bank fle­xi­bler wer­den. Das gilt in beson­de­rer Wei­se für die IT-Sys­te­me, die nicht sel­ten in die Jah­re gekom­men sind und nur mit hohen Risi­ken im lau­fen­den Betrieb umge­baut wer­den kön­nen. Mit der Umset­zung von PSD2 und Open Ban­king erhöht sich der Druck. Ban­ken sind dazu ver­pflich­tet, die Kon­to­da­ten ihrer Kun­den Drit­ten zugäng­lich zu machen, sofern die Kun­den dem zuvor zuge­stimmt haben. Im Extrem­fall kann eine Bank zu einem blo­ßen Zulie­fe­rer oder Infra­struk­tur­an­bie­ter degra­diert wer­den. Um die­sem Schick­sal zu ent­ge­hen, sind offe­ne IT-Archi­tek­tu­ren nötig, wel­che die Bank beweg­li­cher machen und die Abhän­gig­keit von z.T. ver­al­te­ten IT- und Kern­ban­ken­sys­te­men deut­lich verringern.

Über­lap­pen­de Netz­wer­ke lösen ban­ken­zen­tri­sche Model­le ab

Es bahnt sich im Ban­king damit ein Kul­tur- und Para­dig­men­wech­sel an, der tief­grei­fen­de Ver­än­de­run­gen in der IT und Orga­ni­sa­ti­on zur Fol­ge hat. Ban­ken­zen­tri­sche Model­le wer­den, so Richard Drat­va, Board of Direc­tors Vice Pre­si­dent & Chief Stra­te­gy Office von Crea­lo­gix, durch über­lap­pen­de Netz­wer­ke ersetzt. Dem Ein­fluss der Platt­for­m­öko­no­mie kön­nen sich die Ban­ken auf Dau­er nicht ent­zie­hen. Goog­le, Ama­zon und Apple haben mit ihrer Soft­ware (Such­ma­schi­nen, Social­Lo­gin, Sozia­le Netz­wer­ke) und Hard­ware (Smart­pho­nes, Tablet PCs, Sprach­as­sis­ten­ten)  die Kun­den­schnitt­stel­le besetzt. In den letz­ten Jah­ren haben die Inter­net­kon­zer­ne ihr Ange­bot an Bank­dienst­leis­tun­gen sys­te­ma­tisch aus­ge­baut. Ein Ende ist nicht in Sicht. Wer im digi­ta­len All­tag der Kun­den nicht mehr an…

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