Von Ralf Keuper

Über Mona­te war es Iden­ti­täts­die­ben gelun­gen, für nicht exis­tie­ren­de Betrie­be Mit­tel aus dem Paycheck Pro­tec­tion Pro­gram (PPP)[1]Das Paycheck Pro­tec­tion Pro­gram, das als Teil des CARES Act am 27. März 2020 mit einer anfäng­li­chen Finan­zie­rung von 349 Mrd. USD in Kraft gesetzt wur­de, war nicht nur für klei­ne Unter­neh­men, … Con­ti­nue rea­ding der US-Regie­rung abzu­grei­fen[2]Kre­dit­ver­ga­be an Phan­tom­be­trie­be: Das Sys­tem Kab­ba­ge. Dabei kom­bi­nier­ten die Kri­mi­nel­len Tei­le von per­sön­li­chen Infor­ma­tio­nen – wie eine Wohn­adres­se, eine Sozi­al­ver­si­che­rungs­num­mer und ein Geburts­da­tum – mit gefälsch­ten Infor­ma­tio­nen, um ein Kre­dit­pro­fil zu erstel­len. Das Bank­kon­to, auf das das Geld dann floss, gehör­te dem Betrü­ger und nicht der Per­son, deren Daten zuvor gestoh­len wur­den, um dar­aus eine syn­the­ti­sche Iden­ti­tät zu bauen.

Die Ver­knüp­fung einer Adres­se mit Namen im Zuge eines Kre­dit­be­trugs kann sich nega­tiv auf die Kre­dit­wür­dig­keit des Opfers des Iden­ti­täts­dieb­stahls aus­wir­ken. Eben­so kann es zu Pro­ble­men bei der Hin­ter­grund­über­prü­fung vor der Ein­stel­lung, bei Ver­si­che­rungs­an­trä­gen oder bei neu­en Aus­weis­do­ku­men­ten wie Päs­sen und Füh­rer­schei­nen füh­ren, so James Lee, Chief Ope­ra­ting Offi­cer beim Iden­ti­ty Theft Resour­ce Cen­ter[3]Hund­reds of PPP loans went to fake farms in absurd pla­ces.

Wer­den die gefälsch­ten Iden­ti­tä­ten nicht kor­ri­giert, blei­ben sie im Umlauf und wer­den mit der Zeit von immer mehr Finanz­in­sti­tu­ten als echt akzep­tiert. “Die­se Daten­sät­ze wer­den in die Kre­dit- und Authen­ti­fi­zie­rungs­sys­te­me von staat­li­chen und kom­mer­zi­el­len Ein­rich­tun­gen inte­griert”, so Lee. “Je öfter sie ver­wen­det und authen­ti­fi­ziert wer­den, des­to ‘ech­ter’ wer­den sie. Das macht den syn­the­ti­schen Iden­ti­täts­be­trug so heim­tü­ckisch.”

Zuerst erschie­nen auf Iden­ti­ty Economy

Refe­ren­ces

Refe­ren­ces
1 Das Paycheck Pro­tec­tion Pro­gram, das als Teil des CARES Act am 27. März 2020 mit einer anfäng­li­chen Finan­zie­rung von 349 Mrd. USD in Kraft gesetzt wur­de, war nicht nur für klei­ne Unter­neh­men, son­dern auch für Fin­techs ein Ret­tungs­an­ker. Die Kre­dit­ge­ber erhiel­ten eine Gebühr von 5 % für Kre­di­te mit einem Wert von weni­ger als 350.000 US-Dol­lar, was die gro­ße Mehr­heit der Trans­ak­tio­nen aus­ma­chen wür­de. Die Kre­di­te waren staat­lich garan­tiert, und die Kre­dit­ver­mitt­ler muss­ten so gut wie kei­ne Haf­tung über­neh­men, solan­ge sie dafür sorg­ten, dass die Anträ­ge voll­stän­dig waren
2 Kre­dit­ver­ga­be an Phan­tom­be­trie­be: Das Sys­tem Kabbage
3 Hund­reds of PPP loans went to fake farms in absurd places
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