US-Banken belegen Spitzenpositionen bei Bußgeldern

Von Ralf Keuper

Fast immer, wenn die US-Banken Quartalsgewinne in Milliardenhöhe melden, erscheinen im Wirtschaftsteil der Zeitungen hierzulande Artikel, die zu ergründen versuchen, weshalb die US-Banken so viel profitabler sind als die deutschen[1]Warum amerikanische Banken so viel mehr verdienen als deutsche. Mit “den” US-Banken sind in der Regel die Bankhäuser gemeint, die einen Großteil ihrer Profite im Investmentbanking erzielen, wie Goldman Sachs und J.P. Morgan[2]Bei der Mehrzahl der US-Banken läuft es eher schlecht: US-Banken weiter im Griff von Corona. Ihre deutschen Pendants sind die Deutsche Bank und die Commerzbank. Insofern kann von “den” US-amerikanischen und deutschen Banken nicht die Rede sein. Das aber nur am Rande.

Es stellt sich allerdings die Frage, ob J.P. Morgan und Goldman Sachs tatsächlich als Vorbilder für die Deutsche Bank und Commerzbank dienen können. Eine Aufstellung der Banken mit den höchsten von den Regulierungsbehörden verhängten Bußgeldern für das Jahr 2020 lässt da Zweifel an der Vorbildfunktion der US-Banken aufkommen[3]Bank Fines 2020.

Dieser Beitrag wurde unter Banking abgelegt und mit , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.