Trennbankensystem dank Digitalisierung?

Von Ralf Keuper

In den letzten Jahren ist es um das Thema Trennbankensystem merklich ruhiger geworden.

Insbesondere die kontinentaleuropäischen Banken hoben in den Jahren unmittelbar nach Ausbruch der Finanzkrise die Vorteile des Universalbankensystems gegenüber dem Trennbankensystem hervor. Eine Einschätzung, die ich im Jahr 2011 in dem Beitrag Universal- oder Trennbanksystem? Anmerkungen zur aktuellen Debatte weitgehend teilte.

Zum Schluss brachte ich ein Zitat des langjährigen Vorstandssprechers der Deutschen Bank, F. Wilhelm Christians (“Mister Deutsche Bank”):

Wenn trotz aller Vorkehrungen noch ein Freiraum für denkbare Konfliktansätze verbleibt, dann sollte man sich zugleich vor Augen halten, dass Interessenkonflikte kein universalbanktypisches Phänomen darstellen, sondern in nahezu allen Bereichen des Wirtschafts- wie auch des sonstigen privaten und öffentlichen Lebens vorkommen und insbesondere in einem Trennbanksystem keineswegs ausgeschlossen sind. Solange sie weitestgehend im Bereich der nur theoretisch vorstellbarer Möglichkeiten liegen, besteht kein Anlaß zu korrigierenden Eingriffen, zumal wenn diese auch nachteilige Aspekte aufweisen. Erst wenn sich die begründete Gefahr abzeichnet, dass solche Konfliktsituationen auch in der Praxis häufiger auftreten können und dann nicht sachgerecht bewältigt werden, sind geeignete Gegenmittel angezeigt. (in: Finanzierungshandbuch)

Heute stellt …

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