Scheiternde Kernbankenprojekte: Die Rolle der IT-Berater

Von Ralf Keuper

Für das Scheitern von Kernbankenprojekten werden in der Regel die Bank selbst und/oder der Hersteller verantwortlich gemacht. Dabei wird übersehen, dass es noch andere Beteiligte gibt, die einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Auswahl und die Implementierung eines Kernbankensystems haben – die IT-Managementberatungen.

Angeblich hat die IT-Abteilung der apoBank vor dem Big Bang gewarnt. Diese Warnungen sollen jedoch von der Leitung der Bank, dem Hersteller und den IT-Beratern in den Wind geschlagen worden sein1)Avaloq-Crash bei Apo nimmt Giga-Ausmass an.

Bei der Providerauswahl für die apoBank war zeb federführend beratend tätig 2)Referenz Providerauswahl – Deutsche Apotheker- und Ärztebank. Man habe die verbliebenen zwei Provider in 50 Workshops auf „Herz und Nieren“ geprüft, so zeb. … Bereits das Auswahlverfahren und die Vorphase des Projektes hatten einen zweistelligen Millionenbetrag verschlungen3)Das kostet die Apobank der Wechsel des IT-Dienstleisters.

Ebenfalls an dem Projekt beteiligt waren die Accenture-Tochter orbium4)Deutsche Apotheker- und Ärztebank wählt Orbium als Partner für seine digitale Transformation sowie DXC 5)Deutsche Apotheker- und Ärztebank beschleunigt digitale Reise mit DXC Technology.

Das abgebrochene avaloq-Einführungsprojekt bei der BHF-Bank wurde von GFT begleitet6)BHF-BANK entscheidet sich für Avaloq Banking Suite.

References   [ + ]

Dieser Beitrag wurde unter Bank-IT, Banking, Kernbankensysteme/Core Banking Technologies, Sonstiges abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.