Von Ralf Keuper

Die Mel­dung, dass PayPal mit Paydi­ant einen der füh­ren­den Anbie­ter von White Labe­ling – Lösun­gen im Mobi­le Pay­ment für 280 Mil­lio­nen Dol­lar über­nom­men hat, zeigt ein wei­te­res Mal, wie­viel Dyna­mik in die­sem Bereich der­zeit herrscht. Mit Paydi­ant hat PayPal einen Trumpf in der Hand, den es gegen sei­ne Mit­be­wer­ber, die eben­falls eif­rig dabei sind, ihr Revier abzu­ste­cken, aus­spie­len kann. Paydi­ant ist nicht “nur” Anbie­ter einer Platt­form für die siche­re und schnel­le Zah­lungs­ab­wick­lung, son­dern bie­tet dane­ben “Mehr­wert­diens­te”, wie Loya­li­täts­pro­gram­me, an. Zu den Kun­den des Unter­neh­mens zäh­len u.a. Bar­clay­card, FIS, Sub­way und Capi­tal One. Der größ­te Fisch, der dem Unter­neh­men ins Netz gegan­gen ist, dürf­te jedoch die Koope­ra­ti­on mit MCX sein, einem Zusam­men­schluss von Ein­zel­händ­lern, dar­un­ter Walm­art, die mit Cur­rentC noch in die­sem Jahr ein Kon­kur­renz­pro­dukt zu Apple Pay in den Markt brin­gen wollen.

Da stellt sich spon­tan die Fra­ge, wes­halb MCX nicht selbst Paydi­ant über­nom­men hat. Am Geld kann es eigent­lich nicht gele­gen haben.

Ange­sichts des­sen wirkt die für Ende 2016 geplan­te Lösung des Deut­schen Kre­dit­ge­wer­bes schon jetzt leicht anti­quiert, zumal es das erklär­te Ziel ist, damit in direk­te Kon­kur­renz zu PayPal zu treten.

Mit der Über­nah­me von Paydi­ant dürf­te sich der Abstand jedoch nicht unwe­sent­lich vergrößern.

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