Hebelwirkung der Technologie im Banking (Technology Leverage) – Chancen und Risiken

Von Ralf Keuper

In dem lesenswerten Artikel Don’t leave banking to machines warnt der ehemalige Executive Director der Reserve Bank of India, V.K. Sharma, vor den Gefahren, die aus einem übertriebenen Vertrauen in die Möglichkeiten der Automatisierung entstehen können.

Dabei übersieht er keinesfalls die großen Vorteile, die der Einsatz neuer Technologien für die Ertragskraft der Banken bringt. Insbesondere für die Reduzierung der, wie er sie nennt, non-interest cost of intermediation, sind Technologien die einzig effektiven Mittel. Geschwindigkeit, Effizienz und die Möglichkeit, auch große Datenmengen zu verarbeiten, sind ohne den Einsatz von Technologien nicht denkbar, weshalb Sharma auch von der Hebelwirkung der Technologie, Technology Leverage, spricht.

Jedoch mischen sich in die Beschreibung der Vorzüge auch Zweifel, wenn er auf die Risiken hinweist, die diese Hebelwirkung der Technologie zur Folge haben kann. Als Beispiel führt er die Royal Bank of Scotland an, die 200 Millionen Dollar Entschädigung an ihren Kunden für den dreiwöchigen Ausfall des Electronic Banking zahlen musste.

Besonders augenfällig werden die Risiken einer überzogenen Automatisierung am Beispiel des High Frequency Trading, auch Algo-Trading genannt. Als Beispiel nennt er

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