Einige Anmerkungen zur Mass Customization im Banking

Von Ralf Keuper

Bisher stand ich dem Thema Mass Customization (Kundenindividuelle Massenproduktion)  im Banking kritisch gegenüber. Denn schneller als einem Unternehmen oder einer Bank liebt ist, kann hier die Komplexitätsfalle zuschnappen, d.h. die Vielzahl der Sonderwünsche legt die Produktion irgendwann sprichwörtlich lahm. Hinzu kommt, dass die Kosten sich nicht mehr im vollen Umfang auf die Produkte/Erzeugnisse umlegen lassen.

Die Industrie hat hier gegenüber dem Bankgewerbe naturgemäß einen Erfahrungsvorsprung.

Vor einigen Jahren beschrieben Jürgen Kluge u.a. in dem Buch Wachstum durch Verzicht. Schneller Wandel zur Weltklasse: Vorbild Elekronikindustrie, die Probleme, die auftreten können, wenn Unternehmen die Variantenvielfalt übertreiben.

Unabhängig davon kamen Gunter Lay und Elna Schirrmeister vom Fraunhofer Institut Systemtechnik und Innovationsforschung in ihrem Paper Sackgasse Hochautomatisierung? Praxis des Abbaus von Overengineering in der Produktion zu ähnlichen Ergebnissen wie Kluge u.a.

Jetzt, mit dem Aufkommen von Open Innovation, Co-Creation und Crowdsourcing bekommen die Aussagen neues Gewicht. Jedoch hat sich in der Industrie seitdem einiges bei den Produktionsverfahren geändert, wie die Beispiele Lenze Antriebstechnik mit dem Smart Motor und Borbet Leichtmetallfelgen (2000 verschiedene Leichtmetallvarianten) zeigen. Die Grenzen des Ansatzes wurden allerdings unlängst bei Toyota sichtba…

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