Die zweite Generation der Neobanken will die Fehler der ersten vermeiden

Von Ralf Keuper

Neobanken wie Monzo, Revolut und N26 haben es trotz rasanten Wachstums bislang nicht geschafft, profitabel zu arbeiten. Es zeigen sich erste tiefe Risse in der Fassade. Wachstum um jeden Preis oder “Blitzscaling” sind Strategien, die nur in den seltensten Fällen zum Erfolg führen, noch dazu, wenn man sich in einem blutroten Ozean befindet. Der Bankenmarkt ist seit Jahren so “überfischt”, dass neue Anbieter gar nicht schnell genug wachsen können, um die Effekte des Kosten-,  Regulierungs- und Wettbewerbsdrucks aufzufangen.  

Diesen Fehler will die 2. Generation der Neobanken vermeiden. Statt “growth at all costs” gelte hier der Slogan: “good products at low costs”1)There’s a new wave of challenger banks looming, and profitability is on their mind. Vertreter der neuen Generation sind Banken wie Tomorrow, B-Social oder Vivid. Statt den Massenmarkt zu adressieren, nehmen die neuen Neobanken Nischenmärkte ins Visier. Hier geht Nachhaltigkeit über Wachstum. Es findet eine Rückbesinnung statt, in der Weise, indem neuerdings Fin statt Tech betont wird, d.h. die Fachlichkeit, das domänenspezifische Wissen treten wieder in den Vordergrund. Die Tech-Komponente kann von außen, mittels Banking-as-a-Service bezogen werden. Man konzentriert sich auf das Kerngeschäft, sprich: Bankgeschäft. 

Diese Abkehr vom Technikdeterminismus((<…

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