Die Zukunft der Autobanken – das Geschäftsmodell muss sich ändern

Digitale Medien schaffen neue Wettbewerber, machen Kunden wechselbereiter und gefährden den traditionellen Vertriebskanal. Um den Kundenkontakt nicht zu verlieren, sind  die Touchpoints  bei Hersteller, Autohaus und Autobank digital zu verknüpfen.

Von Prof. Dr. Frank Stenner 

Die Entwicklungen der digitalen Technologien verändern die  Geschäftsmodelle in der Automobilwirtschaft. Das zeigt die aktuelle Diskussion  um die Zukunft des Automobils. Stichworte sind  hier „Connected Car“ und „Autonomes Fahren“. Aber auch das bewährte Geschäftsmodell der Autobanken steht auf dem Prüfstand.

Beruht der große Erfolg der Captives bisher auf der Unterstützung der verbundenen Autohäuser mit einem maßgeschneiderten Angebot an Kredit-, Leasing- und Versicherungsprodukten am Point-of-Sale, so entdecken jetzt neue Wettbewerber -Fintecs, Insurtecs,Mobility-Tecs – den lukrativen Markt der automobilen Finanzdienstleistungen für sich. Die Eintrittsbarrieren sind niedrig und die hohe Akzeptanz des Smartphones in der Bevölkerung macht es zum perfekten Enabler für den  Vertriebskanal der Zukunft. Gleichzeitig brechen die Newcomer die eingefahrenen Prozesse zwischen Autobank und Autohandel auf. So werden etwa über die Websites von „Meinauto.de, Meinautoabo.de und mobility-concept.de“ jährlich 30 Mio. Kaufinteressenten in Deutschland erreicht und jedes der dort gelisteten Fahrzeuge ist automatisch mit einer Finanzierung verknüpft. Aber auch das Kundenverhalten wandelt sich: Wer sich  auf „Tripadvisor“ über die Qualität von Hotels informiert und auf „Booking.com“ den Buchungsvorgang in Echtzeit abschlie…

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