Corona: Härtetest für das Hausbankprinzip und die Regionalbanken

Von Ralf Keuper

Die Corona-Pandemie stellt das Hausbankprinzip auf eine harte Probe. Betroffen sind davon vor allem die Regionalbanken, die für die meisten kleinen und mittelständischen Unternehmen in Deutschland als Hausbank fungieren.

Das deutsche Bankensystem, das auf den drei Säulen Genossenschaftsbanken, Sparkassen und Privatbanken ruht, gilt wegen seiner Diversität als relativ krisenresistent, wenngleich momentan einige Anzeichen dafür sprechen, dass sich erhebliche Klumpenrisiken, wie bei der Finanzierung gewerblicher Immobilien[1]Deutsche Banken schleppen hohe Corona-Risiken mit sich, gebildet haben.

Inwieweit ist das Hausbankprinzip von Corona betroffen, welche Szenarien sind denkbar bzw. zeichnen sich ab?

Einschätzungen dazu liefern Franz Flögel und Stefan Gärtner in  The COVID‐19 Pandemic and Relationship Banking in Germany: Will Regional Banks Cushion an Economic Decline or is A Banking Crisis Looming?.

In den letzten Jahren wurden die Banken bei der Kreditvergabe etwas nachlässig.

… retail banks may have become careless during the long phase of economic growth and have charged insufficient risk premiums on existing loans. Insufficient risk premiums endanger loss absorption capacities in case of rising credit defaults. 

Weiterhin:

Looking at the different categories of banks, regional banks are likely to receive most liquidity inquiries and face most possible defaults because they lend the most money to non-financial firms, a…

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