Banken als Unterstützer sozialer und ökologischer Bewegungen

Von Ralf Keuper

Dass Banken eine aktive Rolle bei der Beschleunigung des sozialen Wandels in der Gesellschaft übernehmen können, ist u.a. durch das Aufkommen der Kreditgenossenschaften[1]“Banking wird ein Geschäft von Menschen für Menschen bleiben” – Interview mit Prof. Dr. Theresia Theurl (Institut für Genossenschaftswesen an der Uni Münster) und Sparkassen[2]Johann Christian Eberle: Wegbereiter der modernen Sparkassen im 19. Jahrhundert belegt. Mittlerweile gehen immer mehr Banken dazu über, neben sozialen Initiativen auch ökologische zu unterstützen. Im vergangenen Jahr haben 16 Akteure des deutschen Finanzwesens eine Selbstverpflichtung unterzeichnet, “ihre Kredit- und Investmentportfolien im Einklang mit den Zielen des Pariser Klimaabkommens auszurichten”[3]Gemeinsame Maßnahmen und Ziele zur Erreichung der Klimaziele vereinbart.

Dennoch ist in Deutschland noch viel zu tun. Bei einer Untersuchung der Kohle-Richtlinien von 400 Finanzakteuren stellte sich heraus, dass kein einziges deutsches Finanzinstitut die Kriterien erfüllte[4]Deutsche Banken scheitern an Klimazielen. Vor allem die Commerzbank und die Allianz finanzieren die Kohleindustrie im großen Umfang[5]Banken pumpen immer mehr Geld in Kohleindustrie. Die chinesische Notenbank will den heimischen Finanzsektor dazu bringen, den Klimazielen mehr Berücksichtigung zu schenken. Hierfür würden entsprechende Werkzeuge bereitgestellt((Chinas Notenbank will Wandel zu „grüner“ Finanzwir…

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