Wie ökologisch nachhaltig ist das New Banking?

Von Ralf Keuper

Bislang hält sich die Auffassung, dass mit Open Banking, Fintech, Künstlicher Intelligenz und Blockchain mehr Transparenz und Demokratie/Teilhabe im Banking Einzug halten werden. Ein Thema jedoch kommt dabei kaum zur Sprache: die Nachhaltigkeit dieser Entwicklung im Sinne von Energie- und Rohstoffverbrauch – kurzum der ökologische Fussabdruck des New Banking.

In den letzten Jahren hat der Energieverbrauch mit der Verbreitung des Internet und der digitalen Medien neue Höhen erreicht, wie Siegfried Behrendt in seinem Vortrag Der ökologische Fußabdruck unserer digitalen Medienwelt hervorhebt bzw. problematisiert. Die riesigen Serverfarmen, wie sie u.a. von Google, facebook und anderen Internetkonzernen betrieben werden, sind wahre Energiefresser.

Würde man den Energieverbrauch sämtlicher Cloud-Rechenzentren der Welt aufsummieren, so würde sich dieses “Cloud-Land” hinter Japan und noch vor dem 800-Millionen-Einwohner-Land Indien an Platz 5 der Liste der weltgrößten Energieverbraucher befinden.

In den nächsten Jahren wird der Stromverbrauch in Deutschland jedenfalls deutlich zunehmen, u.a. auch als Folge der wachsenden Nutzungsintensität der digitalen Medien und eines steigenden Datenverkehrs.

Ein besonders großer Energiefresser ist die Blockchain. Sollten die Blockchain und digitale Währungen demnächst tatsächlich die Lebensbereiche durchdringen, wäre das – Stand heute – mit enormen CO2-Belastungen verbunden:

Ein Trend der dadurch, dass sich das Banking immer mehr ins Netz und auf die Smartphones verlagert, noch verstärkt wird.

Es wird zeigen, ob der Stromverbrauch durch effizientere Algorithmen, Fortschritte bei den Speichertechnologien und andere Maßnahmen aufgefangen werden kann.

Weitere Informationen:

Blockchain: Der stromfressende Alleskönner

BigchainDB: Hier ist die Blockchain für alle

One Bitcoin Transaction Now Uses as Much Energy as Your House in a Week

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