Von Ralf Keuper

Digi­ta­le Wäh­run­gen wie der Bit­co­in sind, anders als manch­mal noch ange­nom­men wird, nicht anonym; sie sind pseu­do­an­onym. Die Iden­ti­tät des Nut­zers kann, wenn­gleich mit hohem Auf­wand, fest­ge­stellt wer­den (Vgl. dazu: Bit­co­in und Geld­wä­sche – kei­ne gute Idee).

Die­se Aus­sa­ge trifft auch auf einen digi­ta­len Euro zu. Wie kann den­noch ein Min­dest­maß an Anony­mi­tät beim digi­ta­len Euro erreicht wer­den? Die­ser Fra­ge geht das For­schungs­netz­werk der EZB, EURO­chain, in Explo­ring anony­mi­ty in cen­tral bank digi­tal cur­ren­ci­es nach. Das For­scher­team hat dazu ein Pro­of of Con­cept erstellt.

Wesent­li­che Erkennt­nis­se daraus:

The pro­of of con­cept drawn up by the ESCB demons­tra­tes that it is pos­si­ble to con­s­truct a sim­pli­fied CBDC pay­ment sys­tem that allows users some degree of pri­va­cy for lower-value tran­sac­tions, while still ensu­ring that hig­her-value tran­sac­tions are sub­ject to man­da­to­ry AML/​CFT checks.

Ein­ge­setzt wur­de mit Unter­stüt­zung von Accen­ture die in Ban­ken schon rela­tiv weit ver­brei­te­te Block­chain-Vari­an­te R3 Corda. Trans­ak­tio­nen kön­nen in dem Pro­of of Con­cept anonym durch­ge­führt wer­den. Zu diesem…