Von Ralf Keuper

Wie las­sen sich Unter­neh­men in den indus­tria­li­sier­ten Län­dern dazu bewe­gen, ihren Müll­fuß­ab­druck zu kom­pen­sie­ren? Eine Mög­lich­keit besteht dar­in, dass die Unter­neh­men sog. Plastic Credits erwer­ben. Anbie­ter von Plas­tik­kre­dit­sy­te­men wer­ben damit, für jeden Betrag, den ein Unter­neh­men zahlt, einen bestimm­ten Anteil an Müll aus Gewäs­sern welt­weit zu holen, der anschlie­ßend in den loka­len Wirt­schafts­kreis­lauf zurück­ge­führt bzw. ver­wer­tet wird.

Nur eine ande­re Form von Green­wa­shing oder eine sinn­vol­le Alternative?

So bie­tet ever­wa­ve für ein kg Müll einen Plastic Credit an. Dabei wird der Müll mit inno­va­ti­ven Cleanup Tech­no­lo­gien gesam­melt, wie dem Müll­sam­mel­boot Collec­tiX und der sta­tio­nä­ren Fluss­platt­form HiveX. Aus den Gewäs­sern wer­den u.a. Plas­tik, Glas, Metal­le, Tex­ti­li­en und Kühl­schrän­ke gesammelt.

Unter­neh­men, die am Plas­tik­kre­dit­sys­tem teil­neh­men wol­len, benö­ti­gen laut Chris­ti­an Rühl­mann von pre­cy­cle dazu eine Plas­tik­stra­te­gie: “An ers­ter Stel­le steht das Erfas­sen des Sta­tus Quo. Wo fällt wel­che Men­ge an Plas­tik­müll im Unter­neh­men und der Lie­fer­ket­te an? Danach ent­wi­ckeln wir gemein­sam eine Plas­tik­stra­te­gie. Wahr­schein­lich kön­nen sofort klei­ne Ver­än­de­run­gen in Abläu­fen vor­ge­nom­men wer­den, die direkt gro­ße Wir­kung zei­gen! An vie­len Stel­len ist Plas­tik als Werk­stoff heu­te aber noch uner­setz­lich. In die­sen Fäl­len ist Kom­pen­sa­ti­on das Min­des­te, was getan wer­den kann!((Plas­tik auf Kre­dit. Die Revo­lu­ti­on des glo­ba­len Plastiksy…

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