Squads, Tribes und Agilität, oder: Die Tücken flacher Hierarchien und der Budgetierung

Von Ralf Keuper

Es erscheint sinnig, die internen Abläufe der Banken an das sich wandelnde Umfeld anzupassen. Da kaum etwas so stetig ist wie die Veränderung, kann mit alten Organisationsformen, die sich häufig noch an dem Bürokratiemodell von Max Weber orientieren, kein Staat mehr gemacht werden. Kurzum: Banken müssen agiler werden.

Die Hierarchien werden – zumindest laut Organigramm – flacher, die Entscheidungsbefugnisse wandern in die Teams. Diese bestehen aus 8-10 Personen mit unterschiedlichem Skill Set, den sog. Squads. Squads beschäftigen sich mit bestimmten Themen. Mehrere Squads wiederum bilden einen Tribe, der sich um das übergeordnete Thema kümmert und die Aktivitäten der Squads nicht unbedingt mehr koordiniert, sondern dafür sorgt, dass der Informationsfluss zwischen den Squads reibungslos läuft. Für die Entwicklung der nötigen Skills stehen Coaches zur Verfügung. Im Idealfall steuern sich die Squads und Tribes selbst (Selbstorganisation). Ein Eingreifen der Führung ist nur noch in Ausnahmefällen nötig. Die Teams lernen selbständig aus ihren Fehlern (Selbstkorrektur).