Kom­men­tar von James Lynch, Invest­ment Mana­ger bei Aegon Asset Manage­ment, zu den heu­te ver­öf­fent­li­chen Ver­brau­cher­preis­da­ten in Großbritannien:

Der heu­te Mor­gen ver­öf­fent­lich­te Ver­brau­cher­preis­in­dex lag bei atem­be­rau­ben­den 9,0 % im Jah­res­ver­gleich. Die lan­ge ange­kün­dig­te Kri­se der Lebens­hal­tungs­kos­ten ist nun Tat­sa­che gewor­den. 

Nach Anga­ben des ONS ist dies die höchs­te seit 1982 ver­zeich­ne­te Teue­rungs­ra­te. Der Anstieg kommt nicht über­ra­schend auf­grund der kom­bi­nier­ten Aus­wir­kun­gen von Lie­fer­ket­ten­pro­ble­men, Lebens­mit­tel­in­fla­ti­on und Ener­gie­preis­er­hö­hun­gen der Ofgem (Office of Gas and Electri­ci­ty Mar­kets). Die jähr­li­che Infla­ti­ons­ra­te bei Strom beträgt 53,5 % und bei Gas 95,5 %. Der Waren­korb mit Lebens­mit­teln stieg um 6,7 %, wobei Mar­ga­ri­ne und pflanz­li­che Fet­te mit 22,7 % im Jah­res­ver­gleich am stärks­ten zunahmen.

 Volks­wir­te hat­ten jedoch mit 9,1 % gerech­net, und es ist das ers­te Mal seit Okto­ber 2021, dass der Ver­brau­cher­preis­in­dex unter den Erwar­tun­gen liegt – in den sechs vor­an­ge­gan­ge­nen Mona­ten lag er im Durch­schnitt um 0,2 % über den Prognosen.

Ange­sichts der Beschäf­ti­gungs- und Ver­brau­cher­preis­da­ten wird die Bank of Eng­land im Juni mit ziem­li­cher Sicher­heit einen wei­te­ren Zins­schritt auf 1,25 % vornehmen.

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