Von Ralf Keuper

Von dem Anspruch, die Ban­ken aus deren Stamm­ge­schäft zu ver­trei­ben, haben sich die meis­ten Fin­tech-Star­tups schon längst ver­ab­schie­det. Eini­ge Fin­tech-Star­tups sind ent­we­der ganz vom Markt ver­schwun­den, über­nom­men wor­den oder aber düm­peln vor sich hin. Pro­fi­ta­bel arbei­ten nur sehr wenige.

Die Hoch­kon­junk­tur der ver­gan­ge­nen Jah­re wur­de durch die Coro­na-Pan­de­mie zumin­dest gestoppt. Das einst­mals freund­li­che Kli­ma (Medi­en, Regu­lie­rung, Risi­ko­ka­pi­tal) wird für Fin­tech-Star­tups rau­er. Die eta­blier­ten Ban­ken holen auf. Die­se wer­den wie­der­um von Big­Tech unter Druck gesetzt. Immer mehr Beob­ach­ter stel­len sich die Fra­ge, wozu die zahl­rei­chen Fin­tech-Star­tups über­haupt noch gut sind.

Inves­to­ren sind bereits auf der Suche nach loh­nen­de­ren Invest­ments[1]As neo­bank valua­tions bub­ble up, some inves­tors think there’s an even bet­ter bet in fin­tech.

Die Chal­len­ger oder Neo-Ban­ken kon­kur­rie­ren in ers­ter Linie unter­ein­an­der. Als Haupt­bank­ver­bin­dung wer­den sie nur von weni­gen Kun­den genutzt. Der Wett­be­werb dreht sich dem­nach um die Neben­kon­ten der Kun­den oder bezieht sich nur auf bestimm­te Trans­ak­tio­nen. Das führt für eini­ge Kom­men­ta­to­ren zu der Frage:

The ques­ti­on for fin­tech uni­corns is whe­ther cus­to­mers will con­ti­nue to use them as niche pro­vi­ders of peer-to-peer pay­ments or tra­vel spen­ding or ful­ly embrace them as a one-stop-shop for finan­cial services.

Außer­dem haben die Ban­ken – auch mit­hil­fe von Fin­tech Star­tups – in den letz­ten Jah­ren tech­no­lo­gisch aufgeholt.

If tra­di­tio­nal banks can offer fin­tech fea­tures, why switch?

Wei­te­re Punk­te wer­den in dem Bei­trag Fin­tech post-COVID 19: Spel­ling the end for medi­o­c­re star­tups vorgestellt.

Anders als häu­fig ange­nom­men und dar­ge­stellt, ist das Geschäfts­mo­dell der meis­ten Fin­tech-Star­tups alles ande­re als inno­va­tiv. In dem Abschnitt Busi­ness models inspi­rend by tra­di­tio­nal finan­ce heisst es.

But even the most valu­able fin­tech com­pa­nies are, for the most part, pay­ment com­pa­nies, bro­ke­ra­ges, and banks. Their dis­tri­bu­ti­on chan­nels are new and effec­ti­ve but their busi­ness models aren’t necessa­ri­ly new, pay­ment sys­tems like credit cards have been around for deca­des and tra­di­tio­nal ban­king goes bank a cou­p­le of centuries.

Wei­ter­hin:

A fur­ther pro­blem for fin­tech is that the big banks have star­ted step­ping into the field and they have the poten­ti­al to skew the mar­ket. Tra­di­tio­nal banks have been in the mar­ket for a long time and can repli­ca­te many of the “USPs” of the­se new startups.

Die­se Tat­sa­chen blei­ben den Markt­ak­teu­ren nicht ver­bor­gen. Im Abschnitt Fin­tech bub­ble heisst es:

The mar­ket is now waking up to the rea­li­ty that fin­tech will cau­se dis­rup­ti­on but not one that over­ta­kes tra­di­tio­nal ban­king and thus the con­cerns about a fin­tech bubble.

Damit endet die Mini­se­rie “Fin­tech und die Dot­com-Bla­se 2.0”

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