Die Fintech-Blase platzt #8 – ein langer Krypto Winter hat begonnen

Von Ralf Keuper

Mittlerweile ist es in der Fintech-Community weitgehend Konsens, dass ein womöglich sehr langer Krypto-Winter begonnen hat[1]A worsening market and job cuts: Crypto winter is here. Sichtbar wurde das zuletzt an den Ankündigungen diverser Kryptounternehmen, sich von einem großen Teil ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu trennen. Ein weiterer Schub war die Aussetzung der Bitcoin-Abhebungen des Krypto-Netzwerkes Celsius. Ebenfalls nicht zu den vertrauensbildenden Maßnahmen zählte der zeitweilige Stopp der Bitcoin-Abhebungen bei der weltweit größten Kryptobörse Binance[2]Kryptomarkt in Aufruhr. Seitdem befindet sich der Bitcoin-Kurs im freien Fall[3]Aktuelle Kursentwicklung: https://twitter.com/bitcoinpreis/status/1536944553923592196/photo/1.

Das bleibt natürlich auch Regierungen nicht verborgen, die ein Interesse daran haben, die Finanzstabilität zu sichern. Die Regierungen der hochentwickelten Länder werden laut Kenneth Rogoff schon bald feststellen, “dass die Probleme mit Kryptowährungen (in den unterentwickelten Ländern, RK) letztlich auf sie zurückschlagen werden. Wenn das geschieht, werden sie gezwungen sein, ein umfassendes Verbot digitaler Währungen zu erlassen, die keine problemlose Rückverfolgung der Nutzeridentität zulassen .. Dieses Verbot würde mit Sicherheit für Finanzinstitute und Unternehmen gelten und voraussichtlich auch gewisse Beschränkungen für Privatpersonen umfassen“. Das wiederum würde durch “die Verringerung der Liquidität die heutigen Kryptopreise steil untergraben. Natürlich werden die Beschränkungen umso wirksamer sein, je mehr Länder diese anwenden, doch ist eine universelle Umsetzung nicht erforderlich, damit sie lokal eine deutliche Wirkung entfalten“((

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