Von Ralf Keuper

Die Bank­no­te erweist sich als zäh­le­bi­ger als vie­len lieb und geheu­er ist. Zwar set­zen sich bar­geld­lo­se Bezahl­ver­fah­ren wei­ter durch – für einen Abge­sang auf die Bank­no­te sei es jedoch zu früh; so zumin­dest die Über­zeu­gung von Prof. Vol­ker Loh­weg vom Cen­trum Indus­tri­al IT (CIIT) der Tech­ni­schen Hoch­schu­le Ost­west­fa­len-Lip­pe. Dort wird seit zehn Jah­ren inten­siv zu den Mög­lich­kei­ten geforscht, um die Bank­no­te intel­li­gen­ter zu machen (Vgl. dazu: Die Abschaf­fung von Bar­geld ist eine Illu­si­on). Bereits 2018 stell­ten die For­scher auf der Opti­cal Docu­ment Secu­ri­ty Con­fe­rence in San Fran­cis­co die intel­li­gen­te Bank­no­te vor (Vgl. dazu: inIT stellt erst­mals intel­li­gen­te Bank­no­te in San Fran­cis­co vor).

Intel­li­gen­te Bank­no­ten sind in der Lage, Daten zu spei­chern, ohne die Anony­mi­tät der Nut­ze­rin­nen und Nut­zer zu ver­letz­ten, weil sie mit che­mi­schen Spei­chern aus­ge­rüs­tet sind. Es han­delt sich dabei um einen ganz­heit­li­chen Ansatz für moder­ne Bank­no­ten der Zukunft, die mit ihrer Umwelt inter­agie­ren, indem sie als Pro­dukt Infor­ma­tio­nen an ver­schie­de­nen Stel­len selbst bekannt geben, sei es am Bank­au­to­mat oder Ver­kaufs­punkt. Die Bank­no­te wird qua­si mit einem Gedächt­nis aus­ge­stat­tet, in dem gespei­chert ist, wo sie das ers­te Mal aus­ge­ge­ben wur­de oder in wel­cher Kas­se sie sich zuletzt auf­ge­hal­ten hat. Die Bank­no­ten wer­den fäl­schungs­si­che­rer, ohne die Pri­vat­sphä­re der Nut­zer zu verletzen.

Ob das aus­reicht, um die Bank­no­te vor dem Aus­ster­ben zu ret­ten, wird die Zeit zeigen.

Wei­te­re Informationen:

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