Von Ralf Keuper

Nach­dem die Gesprä­che über eine mög­li­che Fusi­on der Deut­schen Bank und der Com­merz­bank ergeb­nis­los been­det wur­den, wer­den erneut Stim­men laut, die der Deut­schen Bank beschei­ni­gen, nicht mehr über­le­bens­fä­hig zu sein (Vgl. dazu: Nicht mehr über­le­bens­fä­hig). Ande­re Kom­men­ta­to­ren wie­der­um glau­ben, die Deut­sche Bank benö­ti­ge einen Plan B, um wie­der in die Spur zu kom­men (Vgl. dazu: Die Deut­sche Bank ist schwach, aber sta­bil). Hans-Peter Burg­hof hält den Abbruch der Fusi­ons­ge­sprä­che für ver­nünf­tig. Mit die­ser Ein­schät­zung steht er wahr­lich nicht allei­ne da (Vgl. dazu: Ban­ken-Exper­te: Abbruch der Fusi­ons­ge­sprä­che „ver­nünf­tig“).

Wo Argu­men­te allein nicht mehr aus­rei­chen, grei­fen Wirt­schafts­jour­na­lis­ten ger­ne auf sog. Por­träts zurück, die den (tra­gi­schen) Hel­den, in die­sem Fall den der­zei­ti­gen Deut­sche Bank-Chef Chris­ti­an Sewing, als ein­sa­men Kämp­fer schil­dern, wie in Deut­sche-Bank-Chef Chris­ti­an Sewing im Por­trät. Der Trüm­mer­mann. Dar­in for­dern die mm-Autoren von Sewing mehr Mut und Här­te. Da stellt sich die Fra­ge, was die Autoren dazu befä­higt, einem Kon­zern­chef der­lei Rat­schlä­ge ertei­len zu kön­nen. Eige­ne Erfah­run­gen, Erfol­ge oder Kom­pe­ten­zen dür­fen wir wohl aus­schlie­ßen. Über­haupt gewinnt man den Ein­druck, dass die Wirt­schafts­pres­se in der Deut­schen Bank ein Erzähl­ob­jekt gefun­den hat, mit des­sen Hil­fe man über die gra­vie­ren­den Pro­ble­me der eige­nen Bran­che, inklu­si­ve Füh­rungs­ver­sa­gen, ablen­ken kann. Gera­de beim mm-Mut­ter­haus SPIEGEL besteht hier durch­aus Optimie…

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