Déjà-vu: Konvergenz von Banken und Telkos

Von Ralf Keuper

Die Diskussion um die Konvergenz von Banken und Telekommunikationsunternehmen gehört neben der um die Verschmelzung vom Banken- und Versicherungsgeschäft (Allfinanz) zu denen, die in regelmäßigen Abständen auftauchen, um nach relativ kurzer Zeit wieder von der Bildfläche zu verschwinden und dem Betrachter ein weiteres Déjà-vu bescheren.

Im Jahr 2001 veröffentliche die Unternehmensberatungsgesellschaft Booz & Company den auch heute noch lesenswerten Beitrag Why Banks and Telecoms Must Merge to Surge. Lesenswert auch wegen der Aussagen, die man fünfzehn Jahre später durchaus als weitsichtig bezeichnen kann, ebenso aber aufgrund der Annahmen, die sich nicht bestätigt haben.

Zu letzteren zählt die Aussage, Banken und Telkos hätten angesichts der Verbreitung des Internet und neuer Anbieter keine andere Wahl, als zusammen zugehen. Zwar räumten die Autoren ein, dass alle bisherigen Versuche branchenfremder Anbieter, die Banken aus ihrem Stammgeschäft zu verdrängen, weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben seien:

However, none of the banks’ challengers have put together the combination of customer value, convenience, and trust necessary to be an effective alternative. Banks have been protected mainly by a strong hold over payments, branch banking, and deposit insurance systems, as well as sheer consumer inertia.

Nun aber sei der Zeitpunkt gekommen, der kein weiteres Zögern mehr erlaube. Es handelte sich um nichts weniger als um die “Große Transformation”.

The epicenter for a transformation of consumer banking will be the convergence of banking and telecommunications players, as well as Internet service providers and Web por…

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