Bank of Amazon #2

Von Ralf Keuper

Dass die Ambitionen von Amazon vor dem Banking nicht Halt machen, ist nicht wirklich neu. Insofern ist der Informationsgehalt des Beitrags At $3 Billion in Loans, Amazon is Quickly Becoming a Huge SME Lender überschaubar. Dennoch gewinnt hier ein Wandel an Konturen, der weitreichende Konsequenzen für die Mittelstandsfinanzierung, und hier insbesondere die Betriebsmittel-Finanzierung, haben kann. Die Internetkonzerne, wie Paypal, Alibaba und Amazon, haben das Segment der Kleinen und Mittelständischen Unternehmen bereits vor Jahren für sich entdeckt, wie auf diesem Blog in KMU-Finanzierung mit FinTech-Startups und Internetkonzernen thematisiert wurde. Noch beschränkt sich Amazons Finanzierungsangebot für KMUs auf die USA, Großbritannien und Japan. Die Übertragung des Geschäftsmodells auf andere Länder sollte kein allzu großes Problem darstellen. Der entscheidende Vorteil von Amazon besteht darin, dass mit den potenziellen Kreditnehmern bereits eine Geschäftsbeziehung besteht:

While other online lenders must pay a hefty fee to acquire new borrowers that is not the case for Amazon. The worlds largest retailer already has the relationship with these borrowers. Marketing to these small businesses cost, well, very little.

Nebenbei hat Amazon einen Einblick in die Verkaufszahlen und die Erlöse der Unternehmen, was die Bewertung der Bonität deutlich erleichtert. Im Bereich B2B kommt an Alibaba und Amazon ohnehin kaum noch ein mittelständisches Unternehmen vorbei. Für die Banken rächt sich, dass sie bei den B2B-Plattformen den Anschluss verloren haben.

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1 Antwort zu Bank of Amazon #2

  1. Pingback: World Economic Forum warnt Banken vor Kooperationen mit Internetkonzernen | Bankstil

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