Kaum ein Fall illus­triert den schlei­chen­den Bedeu­tungs­ver­lust deut­scher Kern­ban­ken­sys­tem-Anbie­ter so klar wie die Geschich­te der All­da­ta Sys­tems GmbH. Zwi­schen 2003 und 2024 durch­lief das Unter­neh­men sechs Eigen­tü­mer­wech­sel, ver­lor dabei kon­ti­nu­ier­lich Mit­ar­bei­ter, Umsatz und schließ­lich auch sei­ne Iden­ti­tät – bis die ver­blie­be­nen Ban­ken­soft­ware-Bestän­de heu­te, mehr­fach umver­packt, als Rand­no­tiz in einem fran­zö­sisch-ame­ri­ka­ni­schen Enter­pri­se-Soft­ware-Port­fo­lio fir­mie­ren. Ent­schei­dend für die­sen Nie­der­gang war dabei weder eine grund­sätz­lich schlech­te Soft­ware noch unfä­hi­ges Per­so­nal. Aus­schlag­ge­bend war viel­mehr, dass über die­se zwei Jahr­zehn­te des Eigen­tü­mer­ka­rus­sells hin­weg – auf­set­zend auf einem tech­ni­schen Fun­da­ment, das teils bereits deut­lich älter war – nie in aus­rei­chen­dem Maß Kapi­tal bereit­ge­stellt wur­de, um das Kern­ban­ken­sys­tem grund­le­gend zu erneu­ern – ins­be­son­de­re für die Anfor­de­run­gen der Online-Welt und der Echt­zeit­ver­ar­bei­tung. Dabei folg­ten alle vier gro­ßen Tren­nungs­ent­schei­dun­gen ent­lang der Ket­te – ARAG 2003, T‑Systems 2008, COR&FJA 2013 und zuletzt Sopra Ste­ria 2024 – auf­fäl­lig der­sel­ben Begrün­dungs­fi­gur: dem Ver­weis auf die Kon­zen­tra­ti­on auf das jewei­li­ge Kern­ge­schäft. Die­se immer glei­che Rhe­to­rik dien­te vier struk­tu­rell ganz unter­schied­li­chen Eigen­tü­mern glei­cher­ma­ßen dazu, sich von einem Inves­ti­ti­ons­pro­blem zu befrei­en, das kei­ner von ihnen zu lösen bereit war. Was statt­des­sen geschah, war die fort­lau­fen­de Pro­gram­mie­rung von Work­arounds um einen im Kern nie moder­ni­sier­ten Sys­tem­kern her­um – anstel­le des nahe­lie­gen­den, aber nie finan­zier­ten Schritts, den Buchungs­kern aus dem Gesamt­sys­tem her­aus­zu­lö­sen und zu moder­ni­sie­ren, um die ver­schie­de­nen Fach­mo­du­le anschlie­ßend dar­an anzu­bin­den. Genau die­sen Weg ist die Finanz Infor­ma­tik mit ihrem 1998 gestar­te­ten Pro­jekt „S‑Buchen” gegan­gen, das zum Kern des heu­ti­gen Spar­kas­sen-Sys­tems OSPlus wur­de und in der Fach­welt als eine der durch­dach­tes­ten Wei­chen­stel­lun­gen im deut­schen Kern­ban­ken­markt der ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­te gilt. Dass es auch anders gehen konn­te, zeigt zudem der Fall von DIE SOFTWARE Peter Fit­zon aus Ebers­berg bei Mün­chen, einem direk­ten Wett­be­wer­ber im sel­ben Markt­seg­ment mit ver­gleich­ba­rer Kun­den­kli­en­tel: 38 Jah­re inha­ber­ge­führ­te Kon­ti­nui­tät statt wech­seln­der Kon­zern­eig­ner – und am Ende ein aus einer Posi­ti­on der Stär­ke her­aus ver­kauf­tes, tech­nisch moder­ni­sier­tes Unter­neh­men statt eines über Jahr­zehn­te gema­nag­ten Sub­stanz­ver­zehrs. Bei­de Kon­trast­fäl­le, S‑Buchen und DIE SOFTWARE, wer­den im Ver­lauf die­ser Chro­nik noch ein­mal aufgegriffen


Ursprung: Zwei Sys­te­me, zwei Kun­den­grup­pen (bis 2004)

All­da­ta Sys­tems ent­stand 1970 als IT-Dienst­leis­ter im Umfeld des Düs­sel­dor­fer Ver­si­che­rungs­kon­zerns ARAG; die heu­ti­ge Rechts­form ging 2001 aus einer Zusam­men­le­gung meh­re­rer ARAG-Gesell­schaf­ten her­vor. Im Kern­ban­ken­ge­schäft ent­wi­ckel­te und betrieb All­da­ta dabei tat­säch­lich zwei sepa­ra­te Sys­te­me für zwei unter­schied­li­che Kun­den­grup­pen: MBS, aus­ge­legt auf Pri­vat­ban­ken, sowie das Pfand­brief­ban­ken-Sys­tem Paris (spä­ter als COR-PARIS fir­mie­rend), das unter ande­rem bei der Hypo­the­ken­bank der NORD/​LB im Ein­satz war. Bei­de Sys­te­me gal­ten als soli­de ent­wi­ckel­te Soft­ware – bei­de aber auch als zuneh­mend moder­ni­sie­rungs­be­dürf­tig, ohne dass es in den fol­gen­den Eigen­tü­mer-Etap­pen gelang, die­se Moder­ni­sie­rung tat­säch­lich durchzuführen.

Das Unter­neh­men deck­te dane­ben Stan­dard­soft­ware für Ver­si­che­run­gen, Personalwirtschaft/​Business Pro­cess Out­sour­cing sowie Druck- und Ver­sand­dienst­leis­tun­gen ab. 2003 erwirt­schaf­te­te All­da­ta mit rund 500 Mit­ar­bei­tern noch über 70 Mil­lio­nen Euro Umsatz.

Ers­te Zäsur: Kon­zen­tra­ti­on auf Kern­kom­pe­ten­zen bei ARAG (2003–2005)

Anfang 2003 zog ARAG die für den Eigen­be­darf nöti­ge IT zurück ins Haus und bün­del­te sie in der neu gegrün­de­ten ARAG IT GmbH. All­da­ta ver­lor damit sei­nen wich­tigs­ten Kun­den, das Rechen­zen­trum und einen Groß­teil der Beleg­schaft – die Mit­ar­bei­ter­zahl sank auf rund 270, der Umsatz brach von 72 auf 25 bis 30 Mil­lio­nen Euro ein. Übrig blieb im Kern das Dritt­kun­den­ge­schäft, für das ARAG ab 2004 einen stra­te­gi­schen Käu­fer such­te. Der Ver­kauf wur­de aus­drück­lich mit dem damals gras­sie­ren­den Trend begrün­det, kon­zern­ei­ge­ne IT-Töch­ter als Nicht-Kern­ge­schäft abzu­sto­ßen – Thys­sen-Krupp (Tria­ton an HP), Kar­stadt-Quel­le (Itel­li­um an Atos Ori­gin) und RAG (Sie­mens Busi­ness Ser­vices) waren zuvor den­sel­ben Weg gegangen.

Stu­fe 1: T‑Systems – Kon­zern­den­ken ohne Ban­ken­ver­ständ­nis (2005–2008)

Im Mai 2005 über­nahm T‑Systems, die Geschäfts­kun­den­s­par­te der Deut­schen Tele­kom, die All­da­ta Sys­tems GmbH von ARAG; rund 200 Mit­ar­bei­ter wech­sel­ten den Arbeit­ge­ber. T‑Systems ver­folg­te das Ziel, sich zu einem Kom­plett­an­bie­ter für Finan­cial Ser­vices aus­zu­bau­en – ergän­zend zur bereits 2004 erwor­be­nen Wert­pa­pier­han­dels­platt­form GEOS soll­te die Kern­ban­ken-Soft­ware MBS das Port­fo­lio um eine Core-Ban­king-Kom­po­nen­te erwei­tern. In der Sache fehl­te die­sem Ansatz jedoch die not­wen­di­ge Bran­chen­kennt­nis: T‑Systems trat als klas­si­scher, zah­len­fi­xier­ter Groß­kon­zern auf, dem das eigent­li­che Bank­ge­schäft – und mit ihm der Sinn für die not­wen­di­ge, aber kapi­tal­in­ten­si­ve Moder­ni­sie­rung eines Kern­ban­ken­sys­tems – fremd blieb.

Der Plan ging nicht auf. Bereits 2008 trenn­te sich T‑Systems wie­der von dem Geschäft – nach nur drei Jah­ren und mit dra­ma­tisch geschrumpf­ter Sub­stanz: Von den eins­ti­gen 500 Mit­ar­bei­tern waren nur noch rund 90 übrig, der Umsatz war auf 16,3 Mil­lio­nen Euro gefal­len. Es han­del­te sich um das Schei­tern eines zu ambi­tio­niert ange­leg­ten Diver­si­fi­ka­ti­ons­pro­jekts – ein Kon­zern, der sich mit dem Auf­bau eines Finanz­dienst­leis­tungs-Kom­plett­an­ge­bots schlicht über­nom­men hat­te, ohne in der Zwi­schen­zeit die not­wen­di­gen Moder­ni­sie­rungs­in­ves­ti­tio­nen in die über­nom­me­ne Tech­no­lo­gie zu stecken.

Stu­fe 2: COR AG – Kon­zern­struk­tu­ren in einem mit­tel­stän­di­schen Umfeld (2008–2009)

Käu­fer 2008 war die COR AG Finan­cial Tech­no­lo­gies, ein auf Ver­si­che­rungs­soft­ware spe­zia­li­sier­tes, mit­tel­stän­disch gepräg­tes Unter­neh­men, das zu die­sem Zeit­punkt selbst hoch pro­fi­ta­bel war: 2007 erwirt­schaf­te­te COR mit rund 400 Mit­ar­bei­tern 41,3 Mil­lio­nen Euro Umsatz bei einem Vor­steu­er­ge­winn von 4,7 Mil­lio­nen Euro. Für die aus dem T‑Sys­tems-Kon­zern kom­men­de Mann­schaft bedeu­te­te die­ser Wech­sel eine Umkeh­rung: Statt in einer zah­len­fi­xier­ten Groß­kon­zern­struk­tur unter­zu­ge­hen, soll­te sie sich nun in ein deut­lich klei­ne­res, mit­tel­stän­disch orga­ni­sier­tes Unter­neh­men ein­fü­gen – ein Kul­tur­wech­sel, der eben­falls nicht rei­bungs­los ver­lief. Die Ent­wick­ler und Mit­ar­bei­ter der ers­ten Stun­de, die die MBS- und Paris-Sys­te­me über Jahr­zehn­te betreut hat­ten, waren zwar größ­ten­teils noch an Bord, muss­ten sich jedoch wie­der­holt neu­en, ihnen frem­den Orga­ni­sa­ti­ons­struk­tu­ren unter­ord­nen. Dabei erschwer­te, das gehört zu einer red­li­chen Bilanz dazu, mit­un­ter auch ein gewis­ser Eigen­sinn die­ser lang­jäh­ri­gen Beleg­schaft die Inte­gra­ti­ons­ar­beit – der Befund lässt sich also nicht auf rei­nes Miss­ma­nage­ment von außen verkürzen.

Unter dem Dach der COR AG leb­te die Kern­ban­ken-Tech­no­lo­gie als COR-PARIS (für Pfand­brief­ban­ken) und MBS Open (für Privat‑, Universal‑, Direkt- und Auto­mo­bil­ban­ken) zunächst als ver­gleichs­wei­se rand­stän­di­ger Geschäfts­be­reich neben dem mar­gen­star­ken Ver­si­che­rungs­soft­ware-Kern­ge­schäft wei­ter – auch hier ohne die grund­le­gen­de tech­ni­sche Erneue­rung, die längst über­fäl­lig war.

Bereits ein Jahr spä­ter folg­te der nächs­te, von außen erzwun­ge­ne Struk­tur­bruch. Initia­tor war der Münch­ner Soft­ware­kon­zern msg sys­tems um Grün­der und Vor­stands­vor­sit­zen­den Hans Zehet­mai­er, der zu die­sem Zeit­punkt 57,5 Pro­zent an der COR AG sowie gemein­sam mit die­ser 30,47 Pro­zent an der eben­falls auf Ver­si­che­rungs­soft­ware spe­zia­li­sier­ten, zuvor mit COR ver­fein­de­ten FJA AG hielt. Im Okto­ber 2009 fusio­nier­ten bei­de Unter­neh­men offi­zi­ell als „Mer­ger of Equ­als” zur COR&FJA AG, kom­mu­ni­ziert mit dem Anspruch, Syn­er­gie­ef­fek­te zu heben. Der neue Kon­zern beschäf­tig­te rund 1.000 Mit­ar­bei­ter und erziel­te über 130 Mil­lio­nen Euro Jah­res­um­satz. Aus Sicht der Beleg­schaft war dies weni­ger eine stra­te­gisch durch­dach­te Neu­aus­rich­tung als ein von der Mehr­heits­eig­ne­rin msg durch­ge­setz­tes Hin und Her: Zwei vor­mals kon­kur­rie­ren­de Häu­ser wur­den zusam­men­ge­legt, ohne dass für das Kern­ban­ken­ge­schäft ein eigen­stän­di­ges Zukunfts­kon­zept – geschwei­ge denn ein Inves­ti­ti­ons­plan für die über­fäl­li­ge Moder­ni­sie­rung von MBS und COR-PARIS – erkenn­bar gewe­sen wäre.

Exkurs: MBS bei der MCE Bank – ein Fehl­schlag mit Ansage

Ein Bei­spiel für die stra­te­gi­sche Kon­fu­si­on die­ser Pha­se ist der 2010 ver­kün­de­te Auf­trag der MCE Bank (Mitsu­bi­shi Cor­po­ra­ti­on Euro­pe Bank), ein Kern­ban­ken­sys­tem auf Basis von MBS Open ein­zu­füh­ren. Offi­zi­ell wur­de MBS Open als für „Privat‑, Universal‑, Direkt- und Auto­mo­bil­ban­ken” geeig­ne­te Lösung ver­mark­tet. Tat­säch­lich war die Soft­ware ursprüng­lich für das Geschäfts­mo­dell klas­si­scher Pri­vat­ban­ken ent­wi­ckelt wor­den – mit einem ent­spre­chend ande­ren Zuschnitt an Pro­duk­ten, Pro­zes­sen und Man­dan­ten­fä­hig­keit als es eine Auto­bank mit Ein­kaufs- und Absatz­fi­nan­zie­rung benö­tigt. Aus der Innen­sicht der COR&FJA-Belegschaft war der Ver­such, die Soft­ware ohne vor­he­ri­ge Moder­ni­sie­rung und ech­te Modu­la­ri­sie­rung auf ein struk­tu­rell anders­ar­ti­ges Geschäfts­mo­dell zu über­tra­gen, ein abseh­ba­res Risi­ko – ent­spre­chen­de Hin­wei­se aus dem Pro­jekt­team fehl­ten nicht. Die­ser Punkt lässt sich, anders als die übri­gen Sta­tio­nen die­ser Chro­nik, nicht anhand öffent­lich zugäng­li­cher Quel­len veri­fi­zie­ren; er stützt sich auf die Ein­schät­zung von Betei­lig­ten aus die­ser Pha­se des Unter­neh­mens und wird hier ent­spre­chend als sol­che gekennzeichnet.

Stu­fe 3: Abspal­tung an Ste­ria, Umbe­nen­nung des Rest­kon­zerns zu msg life (2013–2014)

Die Wege trenn­ten sich 2014 end­gül­tig. Der ver­si­che­rungs­fo­kus­sier­te Haupt­teil der COR&FJA AG fir­mier­te im Okto­ber 2014 zu msg life ag um und ging voll­stän­dig in der msg-Grup­pe auf. Das Ban­ken­ge­schäft dage­gen wur­de bereits Ende 2013, nach dem fak­ti­schen Schei­tern des COR&FJA-Konstrukts als inte­grier­tem Anbie­ter, sepa­rat ver­kauft: Der fran­zö­si­sche IT-Dienst­leis­ter Ste­ria über­nahm die COR & FJA Ban­king Solu­ti­ons GmbH – mit nur noch rund 23 Mil­lio­nen Euro Jah­res­um­satz ein im Ver­gleich zum ursprüng­li­chen All­da­ta-Geschäft (72 Mil­lio­nen Euro in 2003) auf ein Drit­tel geschrumpf­ter Tor­so. Ste­ria selbst war in Deutsch­land 2004/​2005 durch die Über­nah­me der Mum­mert Con­sul­ting AG ent­stan­den und fir­mier­te hier­zu­lan­de als Ste­ria Mummert.

Bemer­kens­wert an die­ser Stu­fe ist die Dis­kre­panz zwi­schen dem 2009 kom­mu­ni­zier­ten Anspruch der COR/F­JA-Fusi­on – ein inte­grier­ter, syn­er­gie­star­ker Anbie­ter für die Finanz­dienst­leis­tungs­bran­che – und der tat­säch­li­chen Ent­wick­lung: Inner­halb von nur vier Jah­ren wur­de der gemein­sa­me Kon­zern wie­der aus­ein­an­der­ge­ris­sen, das Ban­ken­ge­schäft an einen völ­lig neu­en, bran­chen­frem­den Eigen­tü­mer ver­kauft. Die MBS- und COR-PARIS-Sys­te­me, deren Moder­ni­sie­rungs­be­darf zu die­sem Zeit­punkt bereits über ein Jahr­zehnt bekannt war, wech­sel­ten damit erneut den Eigen­tü­mer, ohne dass sich an der grund­le­gen­den tech­ni­schen Sub­stanz etwas geän­dert hätte.

Stu­fe 4: Sopra Ste­ria und die Auf­lö­sung in Sopra Ban­king Soft­ware (2014–2024)

2014 kün­dig­ten die fran­zö­si­schen IT-Dienst­leis­ter Sopra und Ste­ria ihren Zusam­men­schluss an – ein Deal mit einem Volu­men von 730 Mil­lio­nen Euro, der einen Kon­zern mit rund 35.000 Mit­ar­bei­tern und 3,1 Mil­li­ar­den Euro Jah­res­um­satz schuf. Die ehe­ma­li­ge All­da­ta-Kern­ban­ken­tech­no­lo­gie wur­de in der Fol­ge Teil von Sopra Ban­king Soft­ware (SBS), einer 2012 aus Sopras eige­nen Alt­be­stän­den sowie meh­re­ren Zukäu­fen (unter ande­rem SAB in Frank­reich, Lumi­no­si­ty in Groß­bri­tan­ni­en, Fidor Solu­ti­ons in Deutsch­land) gebil­de­ten Kon­zern­ein­heit. Inner­halb die­ser breit diver­si­fi­zier­ten, auf glo­ba­le Ska­lie­rung aus­ge­leg­ten Pro­dukt­fa­mi­lie war die eins­ti­ge All­da­ta-Tech­no­lo­gie end­gül­tig nicht mehr als eigen­stän­di­ge deut­sche Mar­ke erkennbar.

Dass die deut­sche Kern­ban­ken-Spar­te unter Sopra Ste­ria in der Fol­ge tat­säch­lich in Schief­la­ge geriet, lässt sich anhand meh­re­rer öffent­lich doku­men­tier­ter Fäl­le bele­gen. Das pro­mi­nen­tes­te Bei­spiel betrifft sie­ben der elf Spar­da-Ban­ken (Augs­burg, Baden-Würt­tem­berg, Hes­sen, Mün­chen, Nürn­berg, Ost­bay­ern, West): Sie brach­ten 2019 ihren IT-Dienst­leis­ter SDV-IT in ein Gemein­schafts­un­ter­neh­men mit Sopra Ste­ria namens „Sopra Finan­cial Tech­no­lo­gy” (SFT) ein, mit dem Ziel, bis 2032 ein neu­es, auch für wei­te­re Insti­tu­te ver­markt­ba­res Kern­ban­ken­sys­tem zu ent­wi­ckeln – ein Vor­ha­ben mit einem kumu­lier­ten Ver­trags­vo­lu­men von über einer Mil­li­ar­de Euro. Das Pro­jekt geriet ab 2022 in inter­ne Que­re­len, wur­de 2023 offi­zi­ell für geschei­tert erklärt, und im Som­mer 2025 voll­zog mit der Spar­da-Bank Baden-Würt­tem­berg die letz­te der betei­lig­ten Ban­ken den Wech­sel zur genos­sen­schaft­li­chen Atruvia.

Auch außer­halb die­ses Falls zeich­net sich ein kla­res Bild ab: Die Natio­nal-Bank Essen wech­sel­te im Okto­ber 2024 nach 28 Jah­ren von CORBAS.MBS – der unmit­tel­ba­ren tech­ni­schen Erbin der ursprüng­li­chen All­da­ta/MBS-Linie – zu Agree21 der Atru­via. M.M. War­burg & CO begrün­de­te ihren 2024 ver­kün­de­ten, bis 2026 lau­fen­den Wech­sel vom bis­he­ri­gen Kern­ban­ken­sys­tem Cor­bas MBS expli­zit auch damit, dass das Sys­tem „per­spek­ti­visch nicht mehr wei­ter­ent­wi­ckelt” wer­de. Die­se Fäl­le bestä­ti­gen unab­hän­gig von­ein­an­der den über Jahr­zehn­te auf­ge­stau­ten Moder­ni­sie­rungs­stau: Was 2005 bei T‑Systems begann und sich über COR AG, COR&FJA und Ste­ria fort­setz­te, mün­de­te letzt­lich in ein Sys­tem, des­sen Anbie­ter selbst öffent­lich ein­räum­ten, es nicht mehr weiterzuentwickeln.

Stu­fe 5: Ver­kauf an Axway (2024)

Im Febru­ar 2024 kün­dig­te Sopra Ste­ria an, den Groß­teil von Sopra Ban­king Soft­ware – rund 340 Mil­lio­nen Euro Umsatz, etwa 80 Pro­zent des SBS-Geschäfts – an die eben­falls aus dem eige­nen Kon­zern her­vor­ge­gan­ge­ne Axway Soft­ware zu ver­äu­ßern, bewer­tet mit einem Unter­neh­mens­wert von 330 Mil­lio­nen Euro. Sopra-Ste­ria-Ver­wal­tungs­rats­chef Pierre Pas­quier begrün­de­te dies damit, dass das Ban­ken­soft­ware-Geschäft nicht mehr zu den stra­te­gi­schen Prio­ri­tä­ten eines euro­päi­schen Digi­tal-Ser­vices-Unter­neh­mens zäh­le. Der Deal wur­de im Herbst 2024 voll­zo­gen; die fusio­nier­te Ein­heit fir­miert inzwi­schen unter der Mar­ke 74Software.

Der nicht gegan­ge­ne Weg: Buchungs­kern-Aus­la­ge­rung nach dem Vor­bild S‑Buchen

Was wäre die Alter­na­ti­ve zur per­ma­nen­ten Work­around-Pro­gram­mie­rung gewe­sen? Aus Sicht meh­re­rer ehe­ma­li­ger Mit­ar­bei­ter der COR- und COR&FJA-Phase hät­te die nahe­lie­gen­de und rich­ti­ge Lösung dar­in bestan­den, den Buchungs­kern aus dem Gesamt­sys­tem her­aus­zu­lö­sen und die ver­schie­de­nen Spar­ten-Pro­gram­me – also die MBS-Fami­lie mit ihren Unter­pro­gram­men einer­seits, COR-PARIS für Pfand­brief­ban­ken ande­rer­seits – als Modu­le an die­sen neu­en, moder­ni­sier­ten Kern anzubinden.

Genau die­sen Weg ist die Finanz Infor­ma­tik, der IT-Dienst­leis­ter der Spar­kas­sen-Finanz­grup­pe, mit dem 1998 gestar­te­ten Pro­jekt „S‑Buchen” gegan­gen: einer online- und real­time-fähi­gen Buchungs­platt­form, die anschlie­ßend zum Kern des Gesamt­bank­sys­tems OSPlus wur­de. Nach Ein­schät­zung von Beob­ach­tern zählt die­se Ent­schei­dung – den Buchungs­kern zunächst sepa­rat zu moder­ni­sie­ren und danach suk­zes­si­ve die übri­gen Modu­le anzu­bin­den, statt eine Ablö­sung des Gesamt­sys­tems in einem Schritt zu ver­su­chen – zu den durch­dach­tes­ten Wei­chen­stel­lun­gen im deut­schen Kern­ban­ken­markt der ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­te. Sie gilt in der Fach­dis­kus­si­on auch des­halb als vor­bild­lich, weil die Zahl geschei­ter­ter oder nur halb voll­ende­ter Kern­ban­ken-Trans­for­ma­ti­ons­pro­jek­te ins­ge­samt beträcht­lich ist – häu­fig, weil Insti­tu­te sich zu viel auf ein­mal vor­neh­men und Kom­ple­xi­tät sowie Abhän­gig­kei­ten unterschätzen.

Bei All­da­ta bezie­hungs­wei­se ihren Nach­fol­ge­ge­sell­schaf­ten wur­de die­ser Weg zu kei­nem Zeit­punkt kon­se­quent beschrit­ten – trotz vor­han­de­nen Know-hows in der eige­nen Beleg­schaft und trotz einer im Grund­satz ver­gleich­ba­ren Aus­gangs­la­ge (zwei sepa­ra­te Fach­sys­te­me, MBS und Paris, die einen gemein­sa­men, moder­ni­sier­ten Buchungs­kern hät­ten tei­len kön­nen). Statt­des­sen wech­sel­te die Tech­no­lo­gie über sechs Eigen­tü­mer hin­weg den Besit­zer, ohne dass für die­ses struk­tu­rel­le Kern­pro­blem je eine Lösung finan­ziert wurde.

Der Kon­trast zur genos­sen­schaft­li­chen Ban­ken­grup­pe fällt dabei auf, wenn auch mit ande­rem Vor­zei­chen als bei der Finanz Infor­ma­tik: Als sich die genos­sen­schaft­li­chen Rechen­zen­tra­len Fidu­cia IT AG und GAD eG 2015 zur Fidu­cia & GAD IT AG (der heu­ti­gen Atru­via) zusam­men­schlos­sen, muss­ten die bei­den bis dahin getrennt ent­wi­ckel­ten Gesamt­bank­lö­sun­gen agree (Fidu­cia) und bank21 (GAD, Müns­ter) zu einem gemein­sa­men Sys­tem zusam­men­ge­führt wer­den. Das dar­aus her­vor­ge­gan­ge­ne agree21 basiert doku­men­tiert im Kern auf agree, ergänzt um Kom­po­nen­ten aus bank21 – die Fidu­cia-Sei­te, zu deren Vor­stands­vor­sit­zen­den von 2004 bis 2012 Micha­el Krings zähl­te, setz­te sich mit ihrer Archi­tek­tur also weit­ge­hend durch. Anders als bei S‑Buchen han­del­te es sich damit nicht um eine von Grund auf neu kon­zi­pier­te, modu­lar auf­ge­bau­te Buchungs­platt­form, son­dern um die prag­ma­ti­sche Ver­schmel­zung zwei­er his­to­risch gewach­se­ner Ein­zel­sys­te­me zu einem gemein­sa­men Ver­fah­ren – ein Vor­ge­hen, das sich in der Pra­xis zwar als mehr­heits­fä­hig erwies, aber weni­ger kon­se­quent war als der Ansatz der Finanz Infor­ma­tik, die mit S‑Buchen früh­zei­tig auf eine strik­te Tren­nung von Buchungs­kern und Fach­mo­du­len setzte.

Kon­trast­fo­lie: DIE SOFTWARE Peter Fit­zon – der ande­re Weg im sel­ben Marktsegment

Wie anders es hät­te lau­fen kön­nen, zeigt ein Blick auf einen direk­ten Wett­be­wer­ber im sel­ben Markt­seg­ment: DIE SOFTWARE Peter Fit­zon GmbH aus Ebers­berg bei Mün­chen. Das Unter­neh­men wur­de 1983 von Peter Fit­zon, gelern­tem Bank­kauf­mann und ehe­ma­li­gem Pro­gram­mie­rer bei der Baye­ri­schen Ver­eins­bank, gegrün­det und ent­wi­ckel­te mit OBS (Online Ban­ken Sys­tem) eben­falls eine Gesamt­ban­ken­lö­sung für Pri­vat­ban­ken – mit einer bemer­kens­wert ähn­li­chen Kun­den­ba­sis wie All­da­ta/­COR-PARIS/MBS: War­burg, Metz­ler, Beth­mann, Hauck & Auf­häu­ser und wei­te­re tra­di­ti­ons­rei­che Pri­vat­bank­häu­ser zähl­ten zu den Kunden.

Der ent­schei­den­de Unter­schied liegt in der Eigen­tü­mer­struk­tur: DIE SOFTWARE blieb, anders als All­da­ta, knapp vier Jahr­zehn­te lang inha­ber­ge­führt – ohne die wie­der­hol­ten, jeweils mit neu­en stra­te­gi­schen Prio­ri­tä­ten ver­bun­de­nen Eigen­tü­mer­wech­sel, die die All­da­ta-Linie präg­ten. OBS wur­de von Beginn an mit dem Anspruch der Online-Fähig­keit und einer modu­la­ren Archi­tek­tur posi­tio­niert, samt Offen­le­gung des Quell­codes gegen­über den Kun­den zur gemein­sa­men Wei­ter­ent­wick­lung. Die­se Kon­ti­nui­tät in der Eigen­tü­mer­schaft ermög­lich­te offen­bar auch eine Kon­ti­nui­tät in der tech­ni­schen Wei­ter­ent­wick­lung: Noch kurz vor der Über­nah­me über­führ­te etwa die Beth­mann Bank ihr auf OBS basie­ren­des Kern­ban­ken­sys­tem in die Cloud – eine Moder­ni­sie­rungs­leis­tung, zu der es bei MBS und COR-PARIS über sechs Eigen­tü­mer­wech­sel hin­weg nie in ver­gleich­ba­rer Kon­se­quenz gekom­men ist.

Erst im August 2021, nach 38 Jah­ren als eigen­stän­di­ges Unter­neh­men, wur­de DIE SOFTWARE von der ita­lie­ni­schen Object­way über­nom­men – zu einem Zeit­punkt, an dem das Unter­neh­men tech­nisch auf der Höhe der Zeit und wirt­schaft­lich gefes­tigt war, nicht als Sanie­rungs­fall unter Zeit­druck. Der Unter­schied zwi­schen bei­den Fäl­len liegt damit weni­ger im Markt­seg­ment oder im tech­ni­schen Aus­gangs­punkt – bei­de tra­ten mit ver­gleich­ba­ren Ambi­tio­nen und einer ähn­li­chen Kun­den­kli­en­tel an –, son­dern in der Fra­ge, ob ein Unter­neh­men über Jahr­zehn­te die orga­ni­sa­to­ri­sche Sta­bi­li­tät und den Inves­ti­ti­ons­wil­len auf­brin­gen konn­te, sei­ne Tech­no­lo­gie kon­ti­nu­ier­lich zu erneu­ern, oder ob es in einer Ket­te wech­seln­der, jeweils mit eige­nen kurz- bis mit­tel­fris­ti­gen Prio­ri­tä­ten ope­rie­ren­der Kon­zern­eig­ner unterging.

Struk­tu­rel­le Einordnung

Die Ket­te ARAG → T‑Systems → COR AG → COR&FJA → Ste­ria → Sopra Ste­ria → Axway/​74Software ist mehr als eine kurio­se Ver­kaufs­his­to­rie. Der eigent­li­che Kern der Erklä­rung liegt jedoch nicht pri­mär im häu­fi­gen Eigen­tü­mer­wech­sel als sol­chem, son­dern in einem sich wie­der­ho­len­den Mecha­nis­mus: Im Grun­de hat bereits ARAG das Moder­ni­sie­rungs­pro­blem nicht gelöst, son­dern durch den Ver­kauf 2005 ledig­lich an T‑Systems wei­ter­ge­reicht. T‑Systems wie­der­um reich­te es 2008 unver­än­dert an die COR AG wei­ter, die es 2013 an Ste­ria durch­reich­te, das es via Sopra Ste­ria bis 2024 mit sich her­um­trug, bevor es schließ­lich an Axway ging. Jeder ein­zel­ne Eigen­tü­mer ver­hielt sich dabei nach dem­sel­ben Mus­ter wie sein Vor­gän­ger: Ein Sys­tem mit bekann­tem, teils bereits seit Jahr­zehn­ten doku­men­tier­tem Moder­ni­sie­rungs­be­darf wur­de über­nom­men, über einen begrenz­ten Zeit­raum – meist nur weni­ge Jah­re – im Wesent­li­chen fort­ver­wal­tet, ohne die not­wen­di­gen Inves­ti­tio­nen in eine grund­le­gen­de tech­ni­sche Erneue­rung zu täti­gen, und anschlie­ßend an den nächs­ten Eigen­tü­mer wei­ter­ge­ge­ben. Work­arounds ersetz­ten die eigent­lich fäl­li­ge Reimple­men­tie­rung für Online-Welt und Echt­zeit­ver­ar­bei­tung. Die­se Logik der auf­ge­scho­be­nen, immer wei­ter­ge­reich­ten Inves­ti­ti­on zog sich durch alle sechs Sta­tio­nen – nicht weil jeder ein­zel­ne Eigen­tü­mer unfä­hig gewe­sen wäre, son­dern weil kei­ner von ihnen den Zeit­ho­ri­zont oder den stra­te­gi­schen Wil­len mit­brach­te, ein struk­tu­rel­les Pro­blem zu lösen, das er von sei­nem Vor­gän­ger geerbt hat­te und das sich, wie sich zei­gen soll­te, immer wie­der güns­ti­ger an einen Nach­fol­ger wei­ter­rei­chen ließ als selbst zu beheben.

Hin­zu kamen struk­tu­rel­le Fehl­ent­schei­dun­gen auf meh­re­ren Ebe­nen: die von msg for­cier­te, bin­nen vier Jah­ren wie­der revi­dier­te Fusi­on mit FJA; der offen­bar unzu­rei­chend vor­be­rei­te­te Ver­such, die für Pri­vat­ban­ken kon­zi­pier­te MBS-Tech­no­lo­gie ohne ech­te Modu­la­ri­sie­rung auf das anders­ar­ti­ge Geschäfts­mo­dell der MCE Bank zu über­tra­gen; schließ­lich das Schei­tern des mil­li­ar­den­schwe­ren SFT-Pro­jekts mit den Spar­da-Ban­ken unter Sopra Ste­ria. Dass sich in die­sem Pro­zess auch die lang­jäh­ri­ge Stamm­be­leg­schaft – die Ent­wick­ler und Mit­ar­bei­ter der ers­ten Stun­de – zeit­wei­se schwer­tat, sich in immer neue, frem­de Kon­zern­struk­tu­ren ein­zu­fü­gen, gehört zu einer voll­stän­di­gen Dar­stel­lung eben­so dazu wie das Manage­ment- und Eigen­tü­mer­ver­sa­gen auf den jeweils höhe­ren Ebenen.

Bezeich­nend ist der Ver­lauf der Kenn­zah­len: von über 500 Mit­ar­bei­tern und 72 Mil­lio­nen Euro Umsatz (2003) über 270 Mit­ar­bei­ter (2005) und 90 Mitarbeiter/16,3 Mil­lio­nen Euro (2008) bis zu einem Tor­so von 23 Mil­lio­nen Euro (2013), der anschlie­ßend voll­stän­dig in einer Pro­dukt­fa­mi­lie mit rund 700 Kun­den in 70 Län­dern auf­ging. Dass es auch anders hät­te lau­fen kön­nen, zeigt der Ver­gleich mit DIE SOFTWARE Peter Fit­zon: glei­ches Markt­seg­ment, ver­gleich­ba­re Kun­den­kli­en­tel, aber 38 Jah­re inha­ber­ge­führ­te Kon­ti­nui­tät statt sechs Eigen­tü­mer­wech­sel – und am Ende ein tech­nisch moder­ni­sier­tes, aus einer Posi­ti­on der Stär­ke her­aus ver­kauf­tes Unter­neh­men statt eines über Jahr­zehn­te gema­nag­ten Sub­stanz­ver­zehrs. Eigent­lich erstaun­lich an der All­da­ta-Geschich­te ist damit nicht der Nie­der­gang selbst, son­dern sei­ne Dau­er: Dass es der Kern­ban­ken­soft­ware aus dem Hau­se All­da­ta gelang, ein Geschäfts­mo­dell, das in sei­ner ursprüng­li­chen tech­ni­schen Sub­stanz schon seit rund zwei Jahr­zehn­ten über­holt war, durch sechs Eigen­tü­mer­wech­sel hin­durch am Leben zu erhal­ten, sagt am Ende mehr über die Träg­heit gewach­se­ner Kun­den­be­zie­hun­gen im Ban­ken­sek­tor aus als über die Zukunfts­fä­hig­keit der zugrun­de­lie­gen­den Technologie.

Ralf Keu­per 


Quel­len (chro­no­lo­gisch):

Hin­weis zur Quel­len­la­ge: Die Dar­stel­lung der COR/F­JA-Fusi­on als von msg for­cier­tes „Hin und Her ohne durch­dach­ten Plan”, der Ein­satz von COR-PARIS bei der Hypo­the­ken­bank der NORD/​LB, die Ein­schät­zung zum MBS-Ein­satz bei der MCE Bank sowie die Beob­ach­tun­gen zum Ver­hal­ten der Stamm­be­leg­schaft beru­hen auf der Innen­sicht von Betei­lig­ten, wor­un­ter sich zu dem Zeit­punkt auch der Ver­fas­ser befand, aus die­ser Unter­neh­mens­pha­se und sind nicht unab­hän­gig extern veri­fi­zier­bar; sie wer­den ent­spre­chend als Ein­ord­nung, nicht als extern beleg­ter Fakt, ausgewiesen.