Von Ralf Keuper 

Bei der Unter­su­chung der Risi­ko­mo­del­le der Groß­ban­ken in der EU-Zone hat die EZB-Ban­ken­auf­sicht kürz­lich mehr als 5.000 Män­gel fest­ge­stellt[1]Euro­päi­sche Groß­ban­ken spie­len auf Risi­ko. Das wirft kein gutes Licht auf das Risi­ko­ma­nage­ment der Finanzbranche.

Im Gegen­satz zu klei­ne­ren Ban­ken, die sich häu­fig kei­ne auf­wän­di­gen Ver­fah­ren für die Berech­nung der jewei­li­gen Risi­ken leis­ten kön­nen oder wol­len, und daher auf Stan­dard-Model­le zurück­grei­fen, set­zen die Groß­ban­ken eige­ne Risi­ko­mo­del­le ein. Das hat den Vor­teil, dass die Risi­ko­kos­ten – in der Regel – nied­ri­ger aus­fal­len und den zusätz­li­chen Auf­wand damit rechtfertigen.

Im ver­gan­ge­nen Jahr hat eini­gen Ban­ken die stark wach­sen­de Risi­ko­vor­sor­ge die Bilan­zen  ver­ha­gelt, wenn­gleich hier z.T. deut­li­che Unter­schie­de zwi­schen den jewei­li­gen Insti­tu­ten bestehen[2]Fünf Leh­ren aus den 2020er-Zah­len der deut­schen Ban­ken. Die DZ-Bank muss­te ihre Risi­ko­vor­sor­ge im Jahr 2020 im Ver­gleich zum Vor­jahr ver­dop­peln[3]DZ-Bank-Gewinn bricht ein: 2021 wei­te­rer Rück­gang erwar­tet. Auch die Bun­des­bank sah sich aufgrun…

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