Von Ralf Keuper

Non-Fun­gi­ble Tokens (NFT), d.h. nicht ersetz­ba­re digi­tal geschütz­te Objek­te, die­nen dazu, vir­tu­el­le Güter mit Eigen­tums­rech­ten aus­zu­stat­ten. In dem Zusam­men­hang spricht man auch von Toke­ni­sie­rung. Dabei wer­den die Eigen­tums­ver­hält­nis­se an einem Ver­mö­gens­wert (Anlei­he, Aktie, Zer­ti­fi­kat, Kunst­werk, Ava­tare) über eine Block­chain abge­bil­det. An die­sem Ver­mö­gens­wert kön­nen Antei­le in Form von Tokens, d.h. digi­ta­len Abbil­dern des betref­fen­den Ver­mö­gens­wer­tes, erwor­ben wer­den. Die Token sel­ber kön­nen zwi­schen den Par­tei­en über­tra­gen wer­den. Es ver­steht sich dabei von selbst, dass jeder Token mit einer ein­deu­ti­gen, siche­ren Digi­ta­len Iden­ti­tät ver­se­hen wer­den muss. Im Meta­ver­se wer­den NFTs eine zen­tra­le Rol­le spie­len[1]NFTs Unlock a New Form of Digi­tal Iden­ti­ty.

NFTs wer­den in der Regel nach dem Ethe­re­um ERC72 Non- Fun­gi­ble Token Stan­dard ent­wi­ckelt, der es Ethe­re­um-Nut­zern ermöglicht:

  • den Besit­zer eines bestimm­ten Tokens zu kennen
  • den aktu­el­len Token-Sal­do eines Kon­tos abzurufen
  • Token von einem Kon­to auf ein ande­res zu über­tra­gen, auch Bruch­tei­le von Token
  • den Gesamt­be­stand der im Netz­werk ver­füg­ba­ren Token zu kennen
  • Geneh­mi­gung des Token-Trans­fers und des Betrags durch einen Dritten

Nach der Erstel­lung sind die Attri­bu­te des NFT (Ver­trags­adres­se, uint256 toke­nId) ein welt­weit ein­deu­ti­ger Bezeich­ner für einen bestimm­ten Ver­mö­gens­wert auf einer Ethe­re­um-Ket­te. Von dort aus wird ein Smart Con­tract erstellt, der die Funk­tio­nen der NFT auf der Block­chain ver­wal­tet[2]The New Use Case for NFTs – Sol­ving Online Iden­ti­ty Veri­fi­ca­ti­on.

Kann die­ses Kon­zept auch auf Men­schen ange­wen­det wer­den? Könn­te der Tag kom­men, an dem man sei­ne Online-Identität…

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