Die nie­der­säch­si­sche Lan­des­da­ten­schutz­be­hör­de hat nach eige­nen Anga­ben bereits eine genos­sen­schaft­li­che Bank über­prüft, die als Pilot­bank sog. Smart-Data-Ver­fah­ren für per­so­na­li­sier­te Wer­bung tes­tet. Zwar sei die Über­prü­fung noch nicht abge­schlos­sen, “jedoch hät­ten die bis­lang erlang­ten Erkennt­nis­se die Lan­des­da­ten­schutz­be­auf­trag­te dazu ver­an­lasst, War­nun­gen vor der Anwen­dung sol­cher Ver­fah­ren an die ande­ren 89 genos­sen­schaft­li­chen Ban­ken in Nie­der­sach­sen zu ver­sen­den[1]Behör­de warnt Ban­ken vor Daten­schutz­ver­stö­ßen bei Wer­bung.

Bereits Ende Juli hat­te die nie­der­säch­si­sche Daten­schutz­be­auf­trag­te Bar­ba­ra Thiel gegen ein Kre­dit­in­sti­tut eine Geld­bu­ße in Höhe von 900.000 Euro fest­ge­setzt. Der Buß­geld­be­scheid ist noch nicht rechtskräftig.

Das Unter­neh­men hat­te Daten akti­ver sowie ehe­ma­li­ger Kun­din­nen und Kun­den ohne deren Ein­wil­li­gung aus­ge­wer­tet. Dazu ana­ly­sier­te es das digi­ta­le Nut­zungs­ver­hal­ten und wer­te­te unter ande­rem das Gesamt­vo­lu­men von Ein­käu­fen in App-Stores, die Häu­fig­keit der Nut­zung von Kon­to­aus­zugs­dru­ckern sowie die Gesamt­hö­he von Über­wei­sun­gen im Online-Ban­king im Ver­gleich zur Nut­zung des Fili­al­an­ge­bots aus. Hier­zu bedien­te es sich eines Dienst­leis­ters. Ergän­zend wur­den die Ergeb­nis­se der Ana­ly­se mit einer Wirt­schafts­aus­kunf­tei abge­gli­chen und von dort ange­rei­chert. Ziel war es, Kun­din­nen und Kun­den mit einer erhöh­ten Nei­gung für digi­ta­le Medi­en zu iden­ti­fi­zie­ren und die­se adres­sa­ten­ge­recht für ver­trags­re­le­van­te oder werb­li­che Zwe­cke ver­stärkt auf elek­tro­ni­schen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­we­gen anzu­spre­chen. Den meis­ten Kun­din­nen und Kun­den wur­den zwar vor­ab zusam­men mit ande­ren Unter­la­gen Infor­ma­tio­nen zuge­schickt. Die­se ersetz­ten die not­wen­di­gen Ein­wil­li­gun­gen aller­dings nicht[2]900.000 Euro Buß­geld gegen Kre­dit­in­sti­tut wegen Pro­fil­bil­dung zu Wer­be­zwe­cken.

Mit dem Vor­wurf, eine Wer­be­schleu­der zu sein, sieht sich seit ihrem Start die Mul­ti-Ban­king App TEO, die von eini­gen Spar­da-Ban­ken ein­ge­setzt wird, kon­fron­tiert[3]Vgl. dazu: Ban­king-App TEO der Spar­da-Ban­ken in der Kri­tik #4[4]TEO Life­style Ban­king Erfah­run­gen.

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