Informationsgüter heben das Banking auf eine neue Stufe #4

Von Ralf Keuper

Der Wert öffentlich zugänglicher Informationen tendiert gegen null. Was im Überfluss vorhanden ist, hat keinen allzu großen Wert. Erst Knappheit macht ein Gut begehrt – so auch bei den Informationsgütern.

Oder genauer:

In der Phase der Produktion befindet sich ein Informationsgut im exklusiven Besitz einer einzelnen Person oder einer Personengruppe (z. B. einem Unternehmen). In der Phase der (marktlichen) Verbreitung ist es immer einer Mehrheit von Nutzern zugänglich. In der Produktionsphase handelt es sich bei Informationsgütern demzufolge immer um private Güter, solange entweder wirklich sichergestellt ist, dass eine Weitergabe nicht unkontrolliert erfolgt oder wenn Eigentumsrechte in Form von Patenten oder Lizenzen existieren, mithilfe derer die Nutzung von Informationen – wenn auch häufig nur mit großem Aufwand – von Zahlungen abhängig gemacht werden kann[1]Ökonomische Besonderheiten von Informationsgütern.

Informationsgüter müssen demnach auch nach ihrer Herstellung exklusiv sein, wenn sie ihren Wert erhalten wollen. Wer sie nutzen will, muss dafür ein Entgelt entrichten.

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