Von Ralf Keu­per

Für den Phi­lo­so­phen Hans Blu­men­berg besteht die Auf­ga­be von Meta­phern dar­in, Zusam­men­hän­ge begreif­lich zu machen, die sich mit der rei­nen Logik nicht voll­stän­dig erfas­sen las­sen[1]Die Phi­lo­so­phie der Meta­pher des Hans Blu­men­berg. Eine der belieb­tes­ten Meta­phern in der IT ist zwei­fel­los die des Tro­ja­ners bzw. des Tro­ja­ni­schen Pfer­des.

Von den Nut­zern unbe­merkt, schleu­sen Ban­king-Tro­ja­ner in gewöhn­li­che Datei­en ver­ste­cke Spio­na­ge­pro­gram­me auf ihren Com­pu­ter oder Smart­pho­ne – so wie in der grie­chi­schen Mytho­lo­gie die Grie­chen die Stadt Tro­ja erober­ten, indem sie den Tro­ja­nern ein höl­zer­nes Pferd zum Geschenk mach­ten, in des­sen Bauch sich grie­chi­sche Krie­ger ver­bar­gen, die nach Ein­bruch der Dun­kel­heit ihr Ver­steck ver­lie­ßen, um Tro­ja von innen her­aus zu erobern.

Die Geschich­te der Ban­king-Tro­ja­ner beginnt im Jahr 2007, als – auch hier mit Rück­griff auf die grie­chi­sche Mytho­lo­gie – Zeus die Büh­ne betrat[2]Mit Zeus begann die Geschich­te der Hacker­an­grif­fe aufs Bank­kon­to. Laut BSI ist Zeus seit­dem für zahl­rei­che kri­mi­nel­le Akti­vi­tä­ten ver­ant­wort­lich. Sein Ziel ist es, Bank­in­for­ma­tio­nen (z.B. Anmel­de­da­ten) von Opfern zu steh­len und zusätz­li­che Mal­wa­re (Schad­pro­gramm) zu instal­lie­ren, um so an das Geld der Nut­zer zu kom­men. Ein­ge­schleust wird Zeus in den meis­ten Fäl­len als E‑Mail-Anhang, der Mal­wa­re ent­hält, die in Doku­men­ten mit ech­tem Aus­se­hen ver­steckt ist. Wei­te­re Ein­falls­to­re sind Social Media-Kampagnen((

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