Von Ralf Keuper

Euro­pas größ­ter Soft­ware­kon­zern, SAP, will auf dem Markt für Ban­king-Soft­ware eine deut­lich stär­ke­re Stel­lung erlan­gen als bis­her. Für die­sen Zweck will SAP zusam­men mit der Invest­ment­ge­sell­schaft Dediq ein Joint Ven­ture bil­den, an dem SAP 20 Pro­zent hal­ten soll[1]SAP spal­tet Geschäfts­be­reich für Finanz­bran­che ab – was das für den Kon­zern bedeu­tet. Das neu zu grün­den­de Gemein­schafts­un­ter­neh­men soll sich auf Inno­va­tio­nen für Kern­pro­zes­se von Ban­ken und Ver­si­che­run­gen kon­zen­trie­ren. Dazu gehö­ren u.a. die Auto­ma­ti­sie­rung von Geschäfts­pro­zes­sen im Pri­vat­kun­den­ge­schäft sowie die Ent­wick­lung von Soft­ware für Unter­neh­mens­kre­di­te. Der Markt für Finanz­dienst­leis­tungs­soft­ware sei rie­sig, wird Mat­thi­as Tomann, Part­ner bei Dediq, zitiert. Schät­zun­gen rei­chen von 100 bis 200 Mrd. Euro.

SAP bringt in die neue Gesell­schaft ca. 1.000 Mit­ar­bei­ter aus ver­schie­de­nen Berei­chen sowie zusam­men mit S/​4 Hana und sei­nen Cloud-Lösun­gen sei­ne Spe­zi­al­lö­sun­gen für den Finanz­sek­tor ein[2]Wech­sel-Ange­bot an 1000 SAP­ler (Update). Anders als in der Indus­trie und im Han­del, wo SAP eine markt­füh­ren­de Stel­lung erreicht hat, ist der Markt­an­teil im Bereich Finanz­dienst­leis­tun­gen ver­schwin­dend gering. Wenn Ban­ken die Lösun­gen von SAP ein­set­zen, dann über­wie­gend für die Stan­dard­pro­zes­se im Per­so­nal­ma­nage­ment oder in der Gesamt­bank­steue­rung. Für das eigent­li­che Kern­ge­schäft grei­fen die Ban­ken auf die Lösun­gen spe­zia­li­sier­ter Anbie­ter zurück, wie von Teme­nos, ava­loq, Fina­stra, Finacle und FIS – fast alles Unter­neh­men mit Mil­li­ar­den­um­sät­zen, von denen eini­ge aus Fusio­nen her­vor­ge­gan­gen sind((

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