Wenn deutsche Fintechs über die BaFin klagen, klingt es stets nach struktureller Unterdrückung: Eine behördliche Bremsklotz-Mentalität verhindere Innovation, verschärfte Anforderungen würden das Wachstum abwürgen, die BaFin und ihr Exekutivdirektor des Geschäftsbereichs Strategie, Policy und Steuerung, Rupert Schaefer, betreibe eine Art regulatorischen Rückschritt. Was in dieser Erzählung konsequent ausgeblendet wird: Der vermeintliche Normalzustand, auf den sich die Kritiker beziehen, war kein Normalzustand. Er war regulatorische Unterdeckung mit freundlichem Gesicht.
Die Hufeld-Ära als strukturelle Anomalie
Felix Hufeld leitete die BaFin von 2015 bis 2021—also genau in jener Phase, in der das deutsche Fintech-Ökosystem seine prägenden Wachstumsjahre erlebte. Unter seiner Führung entwickelte die Behörde ein Selbstverständnis, das sich systematisch von klassischer Aufsichtslogik entfernte: Innovationsförderung als Behördenmotiv, persönliche Zugänglichkeit für Gründer und CEOs, implizite Duldung von Skalierungsmodellen, die Compliance-Infrastruktur als nachgelagerte Aufgabe behandelten.
Das war kein Zufall und auch keine persönliche Eigenheit Hufelds. Es spiegelte den finanzpolitischen Zeitgeist: Deutschland sollte aufholen gegenüber London, Amsterdam und Stockholm; Regulierung galt als Standortnachteil; die BaFin sollte mithelfen, das zu korrigieren. Die strukturelle Inkompatibilität dieses Selbstverständnisses mit dem Aufsichtsmandat wurde dabei nicht diskutiert—sie wurde wegmoderiert.
Das Ergebnis war eine Generation von Fintech-Unternehmen, die unter günstigen Aufsichtsbedingungen groß wurde und diese Bedingungen als Referenzpunkt internalisierte. Die Erwartung, dass eine Behörde zumindest mitdenkt, wenn nicht mitgestaltet, war nicht ideologisch motiviert—sie war schlicht erfahrungsbasiert. Nur dass diese Erfahrung auf einem strukturellen Fehler beruhte.
Wirecard: Die Zäsur, die den Hufeld-Zeitraum rückwirkend neu bewertet
Wirecard ist nicht nur ein Einschnitt in der deutschen Finanzgeschichte—es ist die strukturelle Widerlegung des Hufeld-Modells. Der Skandal ereignete sich nicht trotz der BaFin, sondern auch wegen ihr.
Die Chronologie ist bekannt, ihre institutionelle Bedeutung wird dennoch systematisch unterschätzt: Als Journalisten und Leerverkäufer ab 2019 öffentlich auf Unregelmäßigkeiten in der Wirecard-Bilanz hinwiesen, reagierte die BaFin nicht mit einer Prüfung des Unternehmens—sie erstattete Anzeige gegen die Warngeber. Leerverkäufe auf Wirecard-Aktien wurden temporär verboten. Die Behörde positionierte sich institutionell auf der Seite des späteren Betrügers gegen diejenigen, die den Betrug aufdeckten. Das ist keine Nachlässigkeit—das ist institutionelle Selbstblockade als Systemfehler.
Was erklärt dieses Versagen? Nicht primär individuelle Inkompetenz, sondern die strukturelle Logik einer Behörde, die sich zu sehr mit dem Wachstumsnarrativ des regulierten Sektors identifiziert hatte. Wirecard galt als deutsches Fintech-Vorzeigeunternehmen, als DAX-Aufsteiger, als Beweis, dass Deutschland in der digitalen Finanzwirtschaft konkurrenzfähig war. Diese Erzählung zu hinterfragen hätte bedeutet, den eigenen Referenzrahmen zu gefährden.
Die Konsequenzen waren entsprechend extern erzwungen: parlamentarischer Untersuchungsausschuss, ESMA-Kritik an der deutschen Aufsichtsarchitektur, Sonderprüfer, BMF-Intervention, schließlich Hufelds Abgang Anfang 2021. Die Post-Wirecard-Verschärfung unter Schaefer war insofern keine strategische Neuausrichtung aus eigenem Antrieb—sie war institutionelle Rehabilitation unter Aufsicht. Die BaFin hatte keine Wahl.
Das verändert den Bewertungsrahmen für die aktuelle Fintech-Kritik grundlegend. Wer heute eine Rückkehr zu weniger konsequenter Aufsicht fordert, muss erklären, wie er sich vor dem nächsten Wirecard schützt. Und warum eine Behörde, die gerade wegen struktureller Nähe zum regulierten Sektor versagt hat, jetzt wieder enger kooperieren sollte. Diese Frage stellt die Fintech-Lobby nicht—weil sie keine befriedigende Antwort hat.
Drei Fälle, drei Dysfunktionstypen
N26, Solaris und Nuri sind nicht zufällig die prominentesten Namen in der Rückschau. Sie repräsentieren drei verschiedene Muster, wie das Hufeld-Régime Fehlentwicklungen nicht verhinderte, sondern verlängerte.
N26 ist der klarste Fall von Skalierungspathologie: Das Unternehmen wuchs schneller als die eigene Compliance-Infrastruktur, insbesondere im Bereich Geldwäscheprävention. Die BaFin intervenierte—aber spät, und nach externer Eskalation. Was hätte früher erkennbar sein müssen, wurde mit administrativer Geduld begleitet. Das Wachstumsnarrativ schützte das Unternehmen länger, als es sachlich gerechtfertigt war.
Solaris ist komplexer und analytisch interessanter. Das Banking-as-a-Service-Modell bündelt regulatorische Risiken auf eine Weise, die herkömmliche Aufsichtsraster schwer erfassen: Die Bank haftet, die eigentlichen Produkte entstehen bei Drittpartnern. Solvenz- und Compliance-Risiken sind entkoppelt von der Entscheidungsebene, auf der sie entstehen. Dass dieses Modell unter günstigen Bedingungen keine systemische Aufmerksamkeit erzeugte, ist kein Versehen—es ist ein strukturelles Aufsichtsdefizit, das in der Hufeld-Ära nicht adressiert wurde.
Nuri schließlich steht für die simpelste Variante: ein Geschäftsmodell, das unter Nullzins und Krypto-Euphorie funktionierte und unter normalen Marktbedingungen nicht. Die Insolvenz 2022 war keine Überraschung für jeden, der das Modell nüchtern betrachtete. Die Frage ist, ob und wann die Aufsicht solche Nüchternheit einfordert—und ob sie das Mandat dazu als legitim betrachtet.
Gemeinsam ist allen drei Fällen: Unter einer konsequent risikobasierten Aufsicht wären die Probleme früher sichtbar geworden. Das ist kein Vorwurf an Einzelpersonen, sondern eine strukturelle Diagnose.
Die rhetorische Strategie: Framing als Interessenpolitik
Die aktuelle Fintech-Kritik an der BaFin ist in ihrer Grundstruktur unehrlich—nicht weil die Kritiker lügen, sondern weil ihr Referenzrahmen systematisch verzerrt ist.
Die implizite Prämisse lautet: Die verschärfte Aufsicht seit 2021 ist ein politisch motivierter Kurswechsel, der Fintechs ohne sachliche Rechtfertigung belastet. Was diese Lesart ausblendet: Die Verschärfung ist die logische, wenn auch verspätete Reaktion auf strukturelle Aufsichtsdefizite, die unter günstigem Régime entstanden. Schärfere Anforderungen an Geldwäscheprävention, Kapitalausstattung und operative Resilienz sind nicht Schikane—sie sind Nachholung.
Das ist klassisches Framing: Ein Ausgangszustand, der de facto dysfunktional war, wird als regulatorischer Normalzustand definiert. Die Rückkehr zu sachgerechten Standards erscheint dann als Abweichung, die erklärungs- und rechtfertigungspflichtig ist. Die Beweislast wird umgekehrt.
Die Stärke dieses Framings liegt in seiner narrativen Konsistenz: Innovation gegen Bürokratie, Zukunft gegen Beharrung, Berlin gegen Frankfurt. Das sind eingängige Oppositionen, die in Medien und politischen Debatten gut funktionieren—und die die strukturelle Analyse verdrängen.
Aufsicht als System, nicht als Dienstleistung
Was die Fintech-Debatte konzeptionell verfehlt, ist die systemtheoretische Grundfrage: Welche Funktion hat eine Aufsichtsbehörde im Finanzsystem, und kann diese Funktion mit einem Wachstumsförderungsauftrag vereinbar sein?
Die Antwort ist nein—nicht aus normativen Gründen, sondern aus strukturellen. Eine Behörde, die sich als Wachstumspartner versteht, gerät in einen fundamentalen Interessenkonflikt: Sie muss Risiken früh benennen, die denjenigen schaden, mit denen sie partnerschaftlich kooperiert. Dieser Konflikt lässt sich nicht durch guten Willen auflösen—er ist institutionell angelegt.
Das erklärt, warum Hufelds BaFin nicht einfach eine freundlichere Version derselben Behörde war, sondern eine strukturell andere. Die späten Eingriffe bei N26, die verzögerte Auseinandersetzung mit Solaris-Risiken—das sind keine Einzelfehler, sondern Symptome einer Behörde, die ihr Mandat teilweise delegiert hatte.
Schaefers Rückkehr zu konsequenterer Aufsicht ist insofern keine Verschärfung im Sinne einer Eskalation. Sie ist eine Rückkehr zur Funktionslogik der Institution. Dass das unangenehm ist für Unternehmen, die unter anderem Régime groß wurden, ist verständlich—aber kein sachliches Argument gegen die Kurskorrektur.
Was eine ehrliche Debatte brauchte
Die deutsche Fintech-Regulierungsdebatte ist so lange nicht produktiv, wie sie den Hufeld-Zeitraum als regulatorisches Ideal behandelt. Eine ehrliche Bilanz müsste fragen: Welche Risiken wurden in dieser Phase aufgebaut, die später bereinigt werden mussten? Was hat das den Markt gekostet—an Vertrauen, an Kapital, an operativer Bereinigung?
Das bedeutet nicht, dass die BaFin unter Schaefer keine Fehler macht oder dass Proportionalitätsfragen irrelevant wären. Die Strategie 2026–2029 enthält durchaus berechtigte Ansätze—datenbasierte Früherkennung, Cyber-Resilienz, ausgewogene AML-Anforderungen. Aber die Frage, ob die Behörde in konkreten Fällen zu weit geht, ist eine andere als die Frage, ob das Hufeld-Régime ein erstrebenswertes Modell war.
Solange Fintechs die erste Frage mit der zweiten vermischen, reden sie nicht über Regulierung—sie betreiben Interessenpolitik in regulatorischem Gewand. Das ist legitim, sollte aber als solches benannt werden.
Ralf Keuper
Quellen:
Ausgangslage / Aufhänger
BaFin kontert Fintech-Kritik: »Es ist nicht unser Job, ein paar Augen zuzudrücken« https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/bafin-kontert-fintech-kritik-es-ist-nicht-unser-job-ein-paar-augen-zuzudruecken-a-7436afd0-c222-4bd4-9f43-2f0774a9d056
BaFin – Institutioneller Hintergrund und Wirecard
Felix Hufeld tritt zurück – Fonds professionell (29.01.2021) Hufeld verlässt nach sechs Jahren als BaFin-Präsident das Amt infolge des Wirecard-Skandals; gleichzeitiger Rücktritt von Vizepräsidentin Elisabeth Roegele.https://www.fondsprofessionell.de/news/recht/headline/wegen-wirecard-skandal-bafin-chef-felix-hufeld-tritt-zurueck-204267/
BaFin – Allgemeinverfügung Leerverkaufsverbot Wirecard (18.02.2019) Originaltext der BaFin-Verfügung zum Verbot von Netto-Leerverkaufspositionen in Wirecard-Aktien.https://www.bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/Aufsichtsrecht/Verfuegung/vf_190218_leerverkaufsmassnahme.html
Wirecard-Skandal: BaFin erklärt das Leerverkaufsverbot – AssCompact (29.03.2021) Darstellung der Aussagen von BaFin-Exekutivdirektorin Roegele vor dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss; Hintergrund der Entscheidung. https://www.asscompact.de/nachrichten/wirecard-skandal-so-erkl%C3%A4rt-die-bafin-das-leerverkaufsverbot
Bundesbank warnte BaFin vor Leerverkaufsverbot – IT-Times (25.11.2020) BaFin ignorierte Bedenken der Bundesbank; zudem Strafanzeige gegen FT-Journalisten und Shortseller. https://www.it-times.de/news/wirecard-bundesbank-warnte-die-bafin-anfang-2019-vor-einem-leerverkaufsverbot-137171/
Wirecard-Skandal und die BaFin – bpb.de (Hintergrund aktuell) Übersicht der BaFin-Fehlhandlungen: Leerverkaufsverbot (Feb. 2019), Strafanzeige gegen FT-Journalisten (April 2019), Sonderprüfungen mit Prüfungsblindstellen. https://www.bpb.de/kurz-knapp/hintergrund-aktuell/562462/der-wirecard-skandal-und-die-bafin/
BaFin-Chef Hufeld: Dieser Rücktritt ist ein Problem für Olaf Scholz – WirtschaftsWoche (28.01.2021)Kommentar zur Häufung von Aufsichtsversagen: Leerverkaufsverbot, Strafanzeige gegen Warngeber, BaFin-Mitarbeiter handelten selbst mit Wirecard-Aktien. https://www.wiwo.de/politik/deutschland/bafin-chef-dieser-ruecktritt-ist-ein-problem-fuer-olaf-scholz/26860206.html
Untersuchungsausschuss Wirecard: Verantwortlichkeit für Leerverkaufsverbot unklar – Bundestag (25.03.2021)Protokoll der Ausschusssitzung; diffuse Entscheidungsstrukturen innerhalb der BaFin dokumentiert.https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2021/kw12-pa-3-ua-do-828430
Frank Schäffler: Verbot von Leerverkäufen für Wirecard-Aktien Politische Einordnung; BaFin-Anzeige gegen FT-Journalisten als Fehlsignal an Kleinanleger. https://frank-schaeffler.de/verbot-von-leerverkaeufen-fuer-aktien-der-wirecard-ag/
N26 – Skalierungspathologie und BaFin-Maßnahmen
BaFin – Anordnung Geldwäscheprävention N26 (11.05.2021) Erste Anordnung zur Mängelbeseitigung im EDV-Monitoring und bei der Kundenidentifizierung; Bestellung eines Sonderbeauftragten.https://www.bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/Massnahmen/60b_KWG_84_WpIG_und_57_GwG/meldung_210512_57_GwG_N26.html
BaFin – Wachstumsbeschränkung und Sonderbeauftragter N26 (09.11.2021) Anordnung vom 05.10.2021: Begrenzung auf 50.000 Neukunden/Monat; Mängel im Risikomanagement durch starkes Wachstum begründet.https://www.bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/Massnahmen/60b_KWG_84_WpIG_und_57_GwG/meldung_211109_60b_N26.html
BaFin – Verlängerung Maßnahmen N26 (Juli 2023) Fortbestehende Defizite im Verdachtsmeldewesen; Wachstumsbeschränkung und Sonderbeauftragtenmandant verlängert.https://www.bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/Massnahmen/60b_KWG_84_WpIG_und_57_GwG/meldung_2023_07_17_N26.html
BaFin hebt Wachstumsbeschränkung gegen N26 auf (28.05.2024) – Bankinformation Aufhebung der Neukunden-Begrenzung nach über 100 Mio. Euro Compliance-Investitionen; Sonderbeauftragtenmandant läuft bis Jahresende weiter. https://bankinformation.de/nachricht/bafin-hebt-wachstumsbeschraenkung-gegen-n26-auf/53756/
BaFin greift wieder ein bei N26 (Dezember 2025) – WirtschaftsWoche Erneuter Sonderbeauftragter wegen Mängeln in Risiko- und Beschwerdemanagement sowie Kreditgeschäft. https://www.wiwo.de/unternehmen/banken/neobank-das-drama-bei-n26-geht-weiter-jetzt-greift-die-bafin-wieder-ein/100183930.html
Solaris SE – Banking-as-a-Service und strukturelle Aufsichtsblindstellen
BaFin – Anordnung Solaris SE: Risikomanagement und Geldwäscheprävention (26.01.2023) Anordnung vom 16.12.2022: Mängelbeseitigung in Risikomanagement und AML; Verbot neuer Kooperationspartnerschaften ohne Zustimmung; Sonderbeauftragter.https://www.bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/Massnahmen/60b_KWG_84_WpIG_und_57_GwG/meldung_2023_01_26_Solaris_SE.html
BaFin – Mängelbeseitigung Solaris SE mit Zwangsgeldandrohung (12.07.2024) Verlängerung des Sonderbeauftragten-Mandats; Fristsetzung mit Zwangsgeldandrohung.https://www.bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/Massnahmen/60b_KWG_84_WpIG_und_57_GwG/meldung_240712_60b_Solaris.html
BaFin verliert mit Solaris die Geduld – IT Finanzmagazin (Juli 2024) Wiederholte Prüfungsdefizite in AML, Risikomanagement und Auslagerungsmanagement; 6,5 Mio. Euro Bußgeld im März 2024. https://www.it-finanzmagazin.de/die-bafin-verliert-mit-solaris-in-sachen-geldwaesche-geduld-zwangsgeld-droht-212875/
BaFin schickt Solarisbank Sonderaufpasser ins Haus – Finance Forward (02.02.2022) Hintergrund: bankaufsichtliche Prüfung 2020 mit teils schwerwiegenden Compliance-Mängeln. https://financefwd.com/de/bafin-solarisbank/
BaFin verhängt 6,5 Mio. Euro Geldstrafe gegen Solaris – Startup Insider Systematisch verspätete Geldwäscheverdachtsmeldungen aus 2021; seit Anfang 2023 Pflicht zur BaFin-Genehmigung jeder Neukundenannahme. https://www.startup-insider.com/article/bafin-verhaengt-65-millionen-euro-geldstrafe-gegen-solaris
How to Build a Sustainable BaaS Brand: Lessons from Solaris – Contextual Solutions (Juli 2025)Englischsprachige Fallanalyse: Solaris als Warnsignal für das BaaS-Modell; Verluste 2022 (56 Mio. €) und 2023 (178 Mio. €); Governance-Defizite systematisch. https://www.contextualsolutions.de/blog/building-a-sustainable-baas-brand
Nuri – Geschäftsmodellrisiko und Marktabhängigkeit
Berliner Kryptobank Nuri meldet Insolvenz an – Basic Thinking (10.08.2022) Insolvenzantrag am 09.08.2022; Gründe: Krypto-Crash, Celsius-Insolvenz, gescheiterte Finanzierungsrunde.https://www.basicthinking.de/blog/2022/08/10/neobank-nuri-meldet-insolvenz-an/
Nuri: Berliner Neobank schließt alle Konten – BTC-Echo Kontenschließung zum 18.12.2022; Abhängigkeit von Celsius Network als struktureller Konstruktionsfehler. https://www.btc-echo.de/news/nuri-berliner-neobank-schliesst-alle-konten-152625/
Nuri-Kunden erhalten Teil ihres Investments zurück – Finance Forward (2024) Abwicklung des Celsius-Insolvenzverfahrens; Entschädigung ca. 60–72,8 % bezogen auf Dollar-Wert zum Insolvenzstichtag.https://financefwd.com/de/celsius-crash-nuri-entschaedigung/
BaFin-Strategie 2026–2029
BaFin – Strategische Ziele 2026 bis 2029 (offizielle Seite) Zehn gleichrangige Ziele; Schwerpunkte: Proportionalität, Risikoorientierung, Cyber-Resilienz, AML/CTF, datenbasierte Früherkennung.https://www.bafin.de/DE/DieBaFin/BaFin-Ziele/Ziele_2026_2029/Ziele2026_2029_node.html
BMF-Monatsbericht September 2025: Strategische Ziele der BaFin bis 2029 Einordnung durch das BMF; Komplexitätsabbau und Proportionalität als explizites neues Ziel im Rahmen der Regierungsstrategie zum Finanzstandort. https://www.bundesfinanzministerium.de/Monatsberichte/Ausgabe/2025/09/Inhalte/Kapitel-3-Analysen/3–1‑strategische-ziele-der-bafin-bis-2029.html
BaFin setzt sich strategische Ziele – BaFin-Pressemitteilung (26.06.2025) Offizielle Bekanntmachung; Zitat BaFin-Präsident Mark Branson.https://www.bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/Meldung/2025/meldung_2025_06_26_strategische_Ziele.html
