Numerai: Verteilte künstliche Intelligenz und Verschlüsselung für die Hedgefonds der Zukunft

Von Ralf Keuper 

Dass die Künstliche Intelligenz über kurz oder lang in großem Stil Einzug im Banking halten wird, gilt für viele Branchenbeobachter als ausgemacht. Im Börsenhandel wird bereits seit einiger Zeit reger Gebrauch von den verschiedenen Formen Künstlicher Intelligenz gemacht. Beispielhaft dafür ist der sog. Hochfrequenzhandel. Anfang 2016 startete  die Aidya Holdings in Hong Kong den ersten Hedgefonds der Welt, dessen Anlageentscheidung vollständig auf Basis Künstlicher Intelligenz getroffen werden, wie es in Traden bis zum Jüngsten Tag heisst.

Und schon ist die Entwicklung einen Schritt weiter. In Kalifornien ist mit Numerai der in dieser Form wohl erste Hedgedonds der Welt an den Start gegangen, der Machine Learning, Verschlüsselung und Crowdsourcing miteinander verbindet, wie u.a. aus Numerai is a crowdsourced hedge fund for machine learning experts und 7500 Faceless Coders Paid in Bitcoin Built a Hedge Fund’s Brain hervorgeht.

Worin sich Numerai von den bisherigen Versuchen, künstliche Intelligenz für den Börsenhandel brauchbar zu machen, unterscheidet, wird u.a. in den Beiträgen Encrypted Data For Efficient Markets und Super Intelligence for The Stock Market erläutert. Großen Stellenwert hat die Verschlüsselung der Daten. Neue Entwicklungen der Kryptografie machen es möglich, verschlüsselte Daten so auszuwerten, dass sich daraus neue Einsichten gewinnen lassen. Numerai nennt das structure-preserving encrpytion. Auf diese Weise können die Algorithmen, die beim Machine Learning verwendet werden, auch ohne die echten Daten zu kennen, dazulernen und Prognosen ableiten. Das alleine würde jedoch nicht reichen. Um die Treffgenauigkeit der Prognosen bzw. der Modelle zu erhöhen, werden die verschlüsselten Datensätze tausenden von D…

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1 Antwort zu Numerai: Verteilte künstliche Intelligenz und Verschlüsselung für die Hedgefonds der Zukunft

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