Informatiker für Bankvorstände

Von Ralf Keuper

Der Stilwandel im Banking lässt sich besonders gut an dem Bedeutungszuwachs der Informatik in den Banken veranschaulichen.

Wie die FAZ am 20.12.2017  in Informatiker in die Bankvorstände berichtete, hat die BaFin die Regeln für die Bestellung von Bankvorständen gelockert. Bislang war für die Eignung als Bankvorstand der Nachweis des nötigen bankfachlichen Wissens und entsprechender Führungserfahrung ausschlaggebend. Das soll sich nun ändern:

Wie die Bafin in ihrem nun veröffentlichten Monatsheft Dezember ausführt, soll es künftig reichen, wenn ein potentieller Geschäftsleiter für die IT sechs Monate vor seinem Amtsantritt Erfahrungen in verschiedenen Geschäftsteilen der Bank sammelt und sich nebenher auch theoretisches Wissen über das Metier aneignet. Diese erleichterten Bedingungen sollen aber nur gelten, wenn ein Kandidat speziell für das IT-Ressort eingestellt wird und ausreichend Kenntnisse und Berufserfahrung zu Computersystemen vorweisen kann.

Erstaunlich nur, dass die BaFin solange dafür benötigt hat, den hohen Stellenwert der IT für die Banken zur Kenntnis zu nehmen.

Wohl zu spät.

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