Für eine Humanisierung des Banking

Von Ralf Keuper

Wenn es nach den Vertretern des Transhumanismus geht, dann hat die Menschheit die Verpflichtung, die menschlichen Begrenzungen in physischer und psychischer Hinsicht durch den Einsatz neuester Technologien zu überwinden. Bestrebungen, diese Vision auch im Banking zu verwirklichen, gibt es bereits, wie in Form implantierter Chips für den Zutritt zum eigenen Heim (Vgl. dazu: Biohacking mit der Sparda-Bank Berlin).

Schon bald sollen wir mit unserem Körper bezahlen können (Vgl. dazu: Biometrisch, kryptografisch, chinesisch: So zahlen wir morgen, oder auch nicht). Der letzte “Medienbruch”, der dem durchgängigen, vollautomatisch abgewickelten Zahlvorgang noch im Weg steht, der analoge menschliche Körper mit seiner Bindung an Raum und Zeit, wäre damit überwunden. Der Mensch würde damit zu einem weiteren Übertragungsmedium. Digitale Zwillinge könnten an seine Stelle treten.

Bis dahin ist noch etwas Zeit, um die Frage zu erörtern, ob es vielleicht nicht doch besser wäre, zunächst die Möglichkeiten zu einer Humanisierung des Banking zu nutzen.

Der Sozialpsychologe Erich Fromm zeigte sicher verwundert darüber, dass die Menschen sich vom Nicht-Lebendigen angezogen fühlen.

Ein Symptom für dieses Angezogensein vom re…

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