Grenke – das nächste Wirecard? #9

Von Ralf Keuper

Der von der BaFin mit einer Sonderprüfung beauftragte Wirtschaftsprüfer Mazars bescheinigt Grenke in einem Zwischenbericht schwere Versäumnisse in der Geschäftspolitik. Mazars kritisiert darin u.a. die bilanzielle Behandlung von Franchiseunternehmen, mangelnde Offenlegung von Unternehmen, die personell mit Grenke und seinem Gründer verbunden sind sowie Mängel in der Geldwäscheprävention und in Teilen des Kundenkreditgeschäfts[1]Grenke räumt erneut schwere Fehler ein.

Einige Kommentatoren und Aktienanalysen werten den Zwischenbericht hingegen als ermutigendes Signal, da keine Hinweise auf Geldwäsche zum Vorschein gekommen seien[2]GRENKE-Aktie springt hoch: Sonderprüfung liefert keine Hinweise auf Geldwäsche. Der Kurs der Aktie zog an.

Indes, ein Freispruch ist verfrüht –  um es zurückhaltend auszudrücken. Die von Mazars festgestellten Mängel, insbesondere bei der Geldwäscheprävention, sind für einen etablierten Finanzdiensleister, der seit Jahrzehnten geschäftlich aktiv ist, schwerwiegend[3]Grenke: Vorschneller „Freispruch” durch Anleger trotz vieler „roter Flaggen“.

Die Rendite für die CTP-Investoren hält Mazars für überhöht((

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