Banken künftig nur noch Infrastrukturanbieter?

Von Ralf Keuper

Das Szenario, wonach Banken künftig auf die Rolle als Infrastrukturanbieter reduziert werden könnten, ist so abwegig nicht (mehr). Während an der Schnittstelle zum Kunden die großen Internetkonzerne und einige FinTech-Startups dominieren, bleibt für die Banken nur noch die Transaktionsabwicklung und die Überwachung der Sicherheit sowie die Einhaltung der regulatorischen Bestimmungen.

Diesen Ausblick gibt Cristoffer O. Hernæs, Executive VP of strategy, innvovation and analysis bei der norwegischen Sparebank 1 Group in Banks As Commodity Utilities In A New Payment World.

Unter Verweis auf die vielfältigen neuen Entwicklungen und Geschäftsmodelle im Banking, von Apple Pay über P2P Lending bis zu Ant Financials, haben die Herausforderungen seiner Ansicht nach inzwischen eine neue Dimension angenommen.

Das alles hat, so Hernæs, bei ihm zu einem Sinneswandel geführt:

I have previously argued that payment processing is in danger of becoming a commodity, but the threats to incumbents span much wider than payments.

Noch immer gehen viele Banken davon aus, nur von neuen Banken mit einem etwas anderen Geschäftsmodell herausgefordert zu werden. Ein gefährlicher Irrglaube, wie nicht nur Hernæs meint. Da könnten sie lange warten.

Wie u.a. in meinem Beitrag Banken: Mittels digitaler Transformation die “Welt von Gestern” konservieren? skizziert, lassen sich die neuen Herausforderer erst gar nicht auf das Spiel ein. Sta…

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1 Antwort zu Banken künftig nur noch Infrastrukturanbieter?

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