Von Ralf Keuper

Seit der Ver­öf­fent­li­chung von The Core Com­pe­tence of the Cor­po­ra­ti­on ist das Kon­zept der Kern­kom­pe­ten­zen in vie­len Unter­neh­men und Bera­tungs­ge­sell­schaf­ten gesetzt. Nach Pra­ha­lad und Hamel, den Autoren, las­sen sich die Kern­kom­pe­ten­zen eines Unter­neh­mens so beschreiben:

Core com­pe­ten­ci­es are the collec­ti­ve lear­ning in the orga­niz­a­ti­on, espe­cial­ly how to coör­di­na­te diver­se pro­duc­tion skills and inte­gra­te mul­ti­ple streams of technologies.

Der eigent­li­che Urhe­ber des Kon­zepts der Kern­kom­pe­ten­zen war Hiroyu­ki Itami mit sei­nem Buch Mobi­li­zing Invi­si­ble Assets.

Wie ver­hält es sich mit den Kern­kom­pe­ten­zen der Banken?

Ban­ken wer­den häu­fig als Finanz­in­ter­me­diä­re bezeich­net. Deren Kern­kom­pe­tenz besteht dar­in, Ange­bot und Nach­fra­ge auf den Finanz­märk­ten zusam­men­zu­füh­ren. Dafür stel­len die Ban­ken ent­spre­chen­de Pro­duk­te und Ser­vices bereit. Für Niklas Luh­mann sind Ban­ken vor allem Risi­ko­ver­ar­bei­ter. Ihnen fällt die Auf­ga­be zu, die Wirt­schaft mit Blick auf rea­le und poten­zi­el­le Risi­ken zu beob­ach­ten. Wei­ter­hin sprach Luh­mann von den Ban­ken als Risi­ko­händ­lern. Frü­her ging man davon aus, dass die Ban­ken nicht selbst als Pro­du­zen­ten eige­ner Pro­duk­te auf­tre­ten, son­dern – in ihrer Funk­ti­on als Inter­me­diä­re und Risi­ko­händ­ler – nur für den siche­ren Wirt­schafts­kreis­lauf sor­gen. Spä­tes­tens in den Jah­ren vor der Finanz­kri­se 2007/​2008, als die Ban­ken mit eige­nen Pro­duk­ten (Deri­va­te), für die es in der “Real­wirt­schaft” kei­ne ent­spre­chen­de Deckung gab, an den Markt gin­gen, hat die­ses Bild tie­fe Ris­se bekom­men. Die Ban­ken lei­ten Geld nicht nur durch, son­dern schöp­fen es se…

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