Von Ralf Keuper

Der Finanz­arm von Ali­b­a­ba, Ant Finan­cial, hat mit Open­Chain eine Block­chain-Lösung lan­ciert, die sich an klei­ne und mitt­le­re Unter­neh­men rich­tet[1]„Chi­nas Ama­zon“ lan­ciert eige­ne Block­chain-Platt­form über Ant Finan­cial. Die Platt­form ver­setzt die Unter­neh­men in die Lage, Smart Con­tracts und dApps schnel­ler und kos­ten­güns­ti­ger zu ent­wi­ckeln und imple­men­tie­ren zu kön­nen. Im Zen­trum ste­hen Anwen­dungs­fäl­le wie die Ver­fol­gung von Lie­fer­ket­ten und digi­ta­li­sier­te Rechnungen.

Damit bestä­tigt sich der Ein­druck bzw. die Befürch­tung, die gro­ßen Inter­net­kon­zer­ne könn­ten auch die Block­chain unter ihre Kon­trol­le brin­gen und für ihre Zwe­cke ein­set­zen. Ama­zon hat eben­falls eine ent­spre­chen­de Lösung im Ange­bot: Ama­zon Mana­ged Block­chain. Ähn­li­che Bestre­bun­gen gibt es bei Goog­le, Ten­cent, Bai­du und Sam­sung.

Die Bri­sanz für die euro­päi­schen Ban­ken besteht dar­in, dass sich mit Libra 2.0, der digi­ta­len Wäh­rung Chi­nas und jetzt dem Ange­bot von Ant Finan­cial die Situa­ti­on wie­der­holt bzw. noch deut­lich ver­schärft, die wir aus dem klas­si­schen Inter­net ken­nen. Der Ein­fluss der gro­ßen Platt­for­men wird noch grö­ßer als er ohne­hin schon ist. Der Hand­lungs­spiel­raum für die Ban­ken wird (noch) klei­ner, die digi­ta­le Sou­ve­rä­ni­tät schwin­det weiter.

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