Von Ralf Keuper

Im Jahr 2000 schick­ten sich der Tech­no­lo­gie- und Mobil­funk­kon­zern Man­nes­mann und die Deut­sche Bank an, eine Inter­net-Bank zu grün­den[1]Man­nes­mann und Deut­sche Bank grün­den Web-Bank. Die “Tele-Com­mer­ce Bank” woll­te im vier­ten Quar­tal 2000 zunächst in Deutsch­land star­ten. Wei­te­re euro­päi­sche Län­der waren im Visier. Als Kon­to­num­mer soll­te die Tele­fon­num­mer fun­gie­ren. Zu einem spä­te­ren Zeit­punkt war die Ein­füh­rung eines Online-Wert­pa­pier­han­dels geplant.

Das Pro­jekt war über­aus ambitioniert.

Mit der Inte­gra­ti­on von Tele­kom­mu­ni­ka­ti­on und Infor­ma­ti­ons­tech­no­lo­gie woll­ten Man­nes­mann und Deut­sche Bank die „Bank­dienst­leis­tung in der Inter­net-Welt neu defi­nie­ren“, wie in Man­nes­mann plant Inter­net-Ban­king zu lesen war. Durch die Ver­knüp­fung von Tele­fon- und Kon­to­num­mer würden

das Fest­netz- und Mobil­te­le­fon sowie der Inter­net­zu­gang „zur per­sön­li­chen, indi­vi­du­el­len Bank­fi­lia­le“. Durch die Inte­gra­ti­on des Bank­ge­schäfts mit der monat­li­chen Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­rech­nung wer­de ein kon­kur­renz­lo­ses „Zah­lungs­ver­kehrs­sys­tem“ angeboten.

Auch sonst war man optimistisch:

Mit die­sem Ver­fah­ren sei die neue Bank exzel­lent auf die „New Eco­no­mics“ im Inter­net vor­be­rei­tet. Dies gel­te für den bar­geld­lo­sen Zah­lungs­ver­kehr über Han­dy, den Zah­lungs­vor­gang im Inter­net sowie die eta­blier­ten For­men des Bankgeschäfts

Mit dem Ange­bot wer­de man die Direkt­ban­ken abhängen.

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