Sparkassen: Quo vadis?

Von Ralf Keuper

Das Wettbewerbsumfeld der Banken hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Waren es in der Vergangenheit immer andere Banken, die als neue Mitbewerber auftraten, wie Autobanken oder Direktbanken, sind es nun vorwiegend sog. Non- oder Near Banks, die den Banken das Leben schwer machen. Die Plattformökonomie ist ein Organisationsmodell, das nicht nur für die Banken und Sparkassen ungewohnt ist. Es fehlt an Erfahrung und technischem Know How sowie an der nötigen Präsenz, kritischen Masse im Netz.

Eigentlich bringen dezentral organisierte Gruppen, wie die Sparkassen, gute Voraussetzungen mit, um den Wandel in eine Netzwerkorganisation zu vollziehen. Die Realität sieht dagegen anders aus: Die Zahl der Filialen ist stark rückläufig, die Geschäftspolitik zunehmend in der Kritik, die Beschäftigtenzahlen seit Jahren im Sinkflug;  Rückschläge, wie bei Paydirekt, trüben die Stimmung. Ob Initiativen wie Yomo oder YES an dem Status quo etwas ändern können oder doch nur kosmetische Maßnahmen sind, bleibt abzuwarten. Eher nicht.

Jedoch könnte man bei den Sparkassen darauf hinweisen, dass ihnen in der Vergangenheit schon häufiger der Niedergang prophezeit wurde, wie im Jahr 1989, als eine McKinsey-Studie hohe Wellen schlug (Vgl. dazu: 

Dieser Beitrag wurde unter Regionalbanken veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.