Von Ralf Keuper

Ges­tern hat­te ich mich bereits in dem Bei­trag Macht­be­ben: Die Inhouse Ban­ken der digi­ta­len Öko­sys­te­me mit der Inte­gra­ti­on des Inhouse Ban­king in die Digi­ta­len Öko­sys­te­me wie Apple, Ali­b­a­ba und Sam­sung beschäf­tigt. Am Bei­spiel von Ant Finan­cials, dem Finanz­arm von Ali­b­a­ba lässt sich die­se Ent­wick­lung m.E. gut nachvollziehen. 

Hier noch wei­te­re Gedan­ken dazu: 

Wenn wir davon aus­ge­hen, dass in Zukunft Digi­ta­le (ver­schlüs­sel­te) Platt­for­men die Finanz‑, Han­dels- und ggf. auch Pro­duk­ti­ons­plät­ze der Zukunft sind, dann benö­ti­gen wir dazu auch die ent­spre­chen­den Ban­king-Leis­tun­gen, wie z.B.

  • Leasing- Absatz­fi­nan­zie­rung
  • Bereit­stel­lung von Betriebs­mit­tel­kre­di­ten, Bürg­schaf­ten, Garan­tien etc.
  • Sup­ply Chain Financing
  • Cash Manage­ment
  • Außen­han­dels­fi­nan­zie­rung
  • Zah­lungs­ab­wick­lung 
  • Hedging 
  • Grün­der­dar­le­hen 
  • Clea­ring 
  • Ver­wal­tung, Ver­wer­tung und Ver­meh­rung der Digi­ta­le Iden­ti­tä­ten und Digi­ta­len Ver­mö­gens­wer­te, Rechte
In gewis­ser Wei­se die Inhouse Bank des Netz­wer­kes, des digi­ta­len Öko­sys­tems. Vor­aus­set­zun­gen für Inhouse Banking: 

  • Meh­re­re Schwes­ter- und Tochtergesellschaften
  • Diver­se Geschäf­te mit Fremdwährung
  • Hohe Liqui­di­täts­über­schüs­se oder Finanzierungsbedarf
  • hohes Inter­com­pa­ny Zahlungsverskehrsaufkommen
Auf­ga­ben: 
  • Net­ting (=Opti­mie­rung von Zah­lungs­ver­kehr durch Gegen­ver­rech­nung von kon­zern­in­ter­nen Forderungen/​Verbindlichkeiten)
  • Pay­ment Fac­to­ry (=Opti­mie­rung von Zah­lungs­ver­kehr durch Zen­tra­li­sie­rung von Kre­di­to­ren­zah­lun­gen aller Konzernunternehmen) 
  • Cash Poo­ling (= Zen­tra­li­sie­rung von Kon­zern­li­qui­di­tät, Finan­zie­rung und Veranlagung)
Das ist eine ganz Palet­te klas­si­scher Bank­dienst­leis­tun­gen, die dem­nächst von den Ant Finan­cials die­ser Welt ange­bo­ten wer­den kön­nen und z.T. auch schon ange­bo­ten wer­den. Wenn wir jetzt noch die Sze­na­ri­en der Con­nec­ted Cars oder des sog. Inter­net of Things mit hin­zu­neh­men, wird klar, wel­che Bedro­hung dar­aus für das Fir­men­kun­den­ge­schäft der Ban­ken und für die Absatz­fi­nan­zie­rungs- und Lea­sing­ge­sell­schaf­ten resul­tiert, sei­en letz­te­re her­stel­ler­ge­bun­den oder herstellerunabhängig. 

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