Das Organziational Design der Banken ist nicht zukunftsfähig #2

Von Ralf Keuper

Die viel zitierte Digitale Transformation ist unter dem Schlagwort Industrie 4.0 in der Old Economy angekommen. Einige namhafte “Dinosaurier”, wie General Electric (GE), sind auf dem Weg bereits weit voran geschritten, wie dem Beitrag How to Transform a Traditional Giant into a Digital One zu entnehmen ist. Ohne grundlegende Veränderungen an dem Organizational Design des Unternehmens wäre dieser Wandel nicht möglich gewesen. Hinzu kommen noch wichtige personalpolitische Entscheidungen, wie etwa die Berufung des ehemaligen Cisco-Managers Bill Ruh zum Chef der Predix-Plattform, einer cloudbasierten Lösung, die nahezu alle Geschäftsbereiche von GE digital unterstützt.

Parallel dazu schreckt die Unternehmensleitung auch nicht davor zurück, das Geschäft in bestimmten Bereichen zurückzufahren und dabei auch Gewinneinbußen hinzunehmen. Auf der anderen Seite ist GE bestrebt, das eigene digitale Ökosystem auszubauen und dessen Wert in den Vordergrund zu stellen, auch Investoren gegenüber. Der Beitrag zitiert den Chef von Black Rock, Larry Fink:

One reason for investors’ short-term horizons is that companies have not sufficiently educated them about the ecosystems they are operating in, what their competitive threats are and how technology and other innovations are impacting their businesses.

Man sollte annehmen, dass Banken, deren Geschäft mindestens ebenso technologie- und informationsintensiv ist, wie das eines klassischen Industrie- und Serviceunternehmens, den beschriebenen Weg schon längst eingeschlagen haben. Dem ist, wie wir wissen, von Ausnahmen abgesehen, nicht so.

Das Organizational Design der Banken verharrt in einem Zustand, dessen W…

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